Kritik am Rauchverbot: "Es ändert sich überhaupt nichts"
Der selbst ernannten "Rauchersheriff" Dietmar Erlacher sieht auch nach Einführung des neuen Gesetzes keine nachhaltigen Änderungen: "50 Prozent aller Lokale sind nicht oder falsch gekennzeichnet".

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Seit Donnerstag ist es vorbei mit der Übergangsfrist und das Rauchverbots-Gesetz in Österreichs Lokalen gilt für alle. Für den selbst ernannten Rauchersheriff Dietmar Erlacher kein Grund zum Aufatmen: "Es ändert sich an dem Ganzen so gut wie überhaupt nichts", kritisierte der entmutigte Tiroler gegenüber der Austria Presse Agentur nach einem Streifzug durch Wiener Gaststätten am Donnerstag. "50 Prozent aller Lokale - egal in welcher Landeshauptstadt - sind nicht oder falsch gekennzeichnet."
Mängel beim Lokalaugenschein
Laut Erlacher ist die vorgeschriebene Beschilderung der Lokale nicht vorhanden oder auf Plaketten versprochene Nichtraucherräume fehlen. In Wien hat der Rauchersheriff laut eigenen Angaben am Donnerstag viele Verstöße festgestellt: Im Bereich der Taborstraße in der Leopoldstadt seien alle elf unter die Lupe genommenen Lokale punkto Nichtrauchschutz mangelhaft. Am Schwedenplatz habe er binnen 45 Minuten 40 Lokale besucht und dabei 36 Verstöße gegen das Gesetz gefunden, schilderte Erlacher.
Über die Situation in anderen Städten, in denen am Donnerstag seine freiwilligen Helfer patrouillierten, gebe es noch keinen Überblick. Seit Mittwoch habe sich der Zugriff auf seine Internetseite www.sis.info, wo Verstöße auch anonym gemeldet werden können, aber vervierfacht, betonte Erlacher, der vor allem einen mangelnden Willen der Wirte, etwas zu ändern, sowie die fehlenden Kontrollen seitens der Behörden oder der Polizei anprangerte.











