Hurrikan "Alex" bremst Kampf gegen Ölpest

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Der erste Hurrikan der Saison, der am Mittwoch das texanisch-mexikanische Grenzgebiet am Golf von Mexiko ansteuerte, hat im Golf von Mexiko as Abschöpfen und Abfackeln des Ölteppichs auf der Wasseroberfläche zum Stillstand gebracht. Weil die Ausläufer des Sturms mehr als zwei Meter hohe Wellen verursachten, wurden die bei den Reinigungsaktionen eingesetzten Schiffe in die Häfen dirigiert.
Die Zwangspause bringt neue Frustration, neue Enttäuschung in die gebeutelte Region. Nach zunehmenden Beschwerden, dass sich die US-Regierung anscheinend ziere, Auslandshilfe anzunehmen, wurde eine Liste von Hilfsangeboten veröffentlicht, die Washington nun annehmen will oder auch bereits angenommen hat. Um 22 Angebote aus zwölf Ländern und mehrerer Organisationen geht es.
Die Bilanz der Einsatzleitung am Golf von Mexiko kann nach zehn Wochen folgende Zahlen aufweisen: Knapp 39.000 Helfer und mehr als 6.800 Schiffe sind im Einsatz, 106.000 Tonnen Öl-Wasser-Mix wurden aufgesogen oder abgeschöpft. Zusätzlich sind vier Millionen Liter Chemikalien zum Zersetzen des Ölteppichs auf der Wasseroberfläche versprüht worden, gut zwei Millionen unter Wasser. 275 Mal ist Öl auf dem Wasser abgefackelt worden. Trotz dieser Maßnahmen hat sich die Ölpest ständig ausgeweitet: Küstenabschnitte in einer Gesamtlänge von 665 Kilometern sind ölverschmutzt, 420 Kilometer davon in Louisiana.
Ein Ausschuss des US-Senats hat die Haftungsobergrenze für Schäden bei Ölbohrungen im Meer gekippt. Bisher mussten die Unternehmen für die Beseitigung von wirtschaftlichen und ökologischen Schäden bis zu einer Höhe von 75 Millionen Dollar haften. Das US-Innenministerium teilte am Mittwoch ergänzend mit, es habe gegen BP eine Geldbuße von 5,2 Millionen Dollar verhängt. Der Konzern habe irreführende Angaben über die Ölförderung in einem Indianer-Reservat im Bundesstaat Colorado gemacht.











