Vermisster Segler im Neusiedlersee tot gefunden
Nach einer fünftägigen Suchaktion ist am Dienstag ein vermisster Segler tot im Neusiedler See entdeckt worden. Eine Obduktion soll die Todesursache klären.

Foto © APANach fünf Tagen wurde ein vermisster Segler tot im Neusiedlersee entdeckt.
Der 61-jährige Niederösterreicher aus Lichtenegg (Bezirk Wiener Neustadt) war am Freitagvormittag im Hafen von Rust (Bezirk Eisenstadt) mit seinem Boot und seinem Dackel an Bord ausgelaufen. Bald darauf sah ein anderer Segler das verlassene Boot auf dem Wasser treiben und verständigte die Einsatzkräfte.
Kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen Rust hatte der Mann noch telefonischen Kontakt, wenig später wurde das herrenlose Boot zwischen Rust und Mörbisch am Neusiedler See entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt war nur noch der Hund des Niederösterreichers an Bord. Polizei und Feuerwehr begannen daraufhin mit der Suche nach dem Vermissten.
Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz
Mit insgesamt rund zehn Booten waren Polizei und Feuerwehr täglich am See unterwegs, um den 61-Jährigen zu finden. Am ersten Tag wurden neben einem Hubschrauber des Innenministeriums auch Wärmebildkameras eingesetzt. Bereits am Samstag verzichtete man allerdings aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zeit auf diese Hilfsmittel.
Stattdessen forderten die Beamten einen Spürhund an, der am Samstag aber noch keine Fährte aufnehmen konnte. "Für den Suchhund war es durch den starken Wellengang sehr schwierig", so Josef Malits, Postenkommandant der Polizei in Mörbisch.
Sechs Hunde auf der Spur
Die Suche wurde täglich um 5.00 Uhr begonnen und dauerte jeweils bis in die Nacht. Am Dienstag waren insgesamt sechs Spürhunde daran beteiligt. Die Hunde wurden etwa einen Kilometer voneinander entfernt eingesetzt. "Wären sie näher zusammen, würden sie sich gegenseitig stören", erläuterte Malits.Um die Suche zu erleichtern, wurde der See rund um den Fundort des Segelbootes in Planquadrate eingeteilt. "Wir suchen alles mit Hilfe von GPS und in bestimmten Mustern ab", so der Beamte am Dienstagvormittag gegenüber der APA.
Die Chancen, den Vermissten am gleichen Tag zu finden, schätzten die Beamten zu diesem Zeitpunkt als "relativ gut" ein. Um etwa 11.00 Uhr entdeckte schließlich ein Segler den im Wasser treibenden Leichnam des Niederösterreichers etwa 800 Meter nördlich der Biologischen Station Illmitz (Bezirk Neusiedl am See) Richtung Seemitte.











