Alle zehn Kilometer eine Poststelle
In Kärnten gibt es derzeit 93 eigene und 67 fremd geführte Geschäftsstellen der Post. Dieses Verhältnis wird sich in Zukunft wohl umdrehen. Immer mehr eigenständige Postfilialen werden geschlossen. Doch die Postkunden brauchen nicht zu fürchten, eines Tages ganz ohne Postservice da zu stehen.

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Das neue Postmarktgesetz beinhaltet diesbezüglich ganz genaue Vorgaben. Pressesprecher Andreas Pachler: "In Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern muss es im Umkreis von zwei Kilometern eine Poststelle geben, auf dem Land eine solche im Umkreis von zehn Kilometern."
Wenn auch nicht in jedem Fall alles reibungslos funktioniert, bewährt sich die Mehrzahl der Postpartner: Eine Studie des Meinungsforschungs-Instituts Karmasin ergab, dass 80 Prozent der Kunden die Dienstleistungen der "Partner" als sehr gut und gut bewerten. Als Beispiel nennt Pachler das Dorfcafe von Lydia Dörer in Weißenstein. Sie hat einen Raum der ehemaligen Post im Gemeindeamt angemietet und führt dort deren Services weiter. Der Vorteil: Das Cafe Lydia ist auch am Abend geöffnet, Kunden können Poststücke nach der Arbeit abholen.
In jenen Gemeinden, in denen die Sperre des örtlichen Postamtes bevorsteht, wird mit dem Bürgermeister über einen geeigneten Postpartner verhandelt. Pacher: "Wichtig ist die Seriosität des Kandidaten. Die Kunden müssen überzeugt davon sein, dass das Postgeheimnis auch vom Postpartner gewahrt wird.
Für die flächendeckende Versorgung mit Post-Dienstleistungen sind die Briefträger, neuerdings nach deutschem Vorbild Postboten genannt, zuständig. Pachler: "Unsere Mitarbeiter auf dem Land verteilen nicht nur Briefe und Pakete bis zu einer gewissen Gewichtsgrenze, sie nehmen auch Poststücke entgegen, die für den Versand bestimmt sind."
Weitere Schließungen
Dass die Post in zunehmendem Maß ihre Filialen schließt, hat durchwegs wirtschaftliche Gründe. Ein durchschnittliches Landpostamt nimmt pro Tag acht Einschreibbriefe entgegen, 13 Pakete und 45 normale Briefe. Sechs Erlagscheine für Einzahlungen werden bearbeitet. Diesem geringen Umsatz stehen 50.000 Euro an Personalkosten gegenüber. Pachler: "Ein solches Postamt kann man nicht wirtschaftlich führen."










