Walfangkompromiss vom Tisch

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Der Fang von Großwalen bleibt international verboten. Die Internationale Walfangkonferenz hat den lange debattierten Textentwurf zur Zukunft des Walfangs verworfen. "Für diese Sitzung ist das Kompromisspapier vom Tisch", sagte der deutsche Delegationsleiter Gert Lindemann am Mittwoch in der marokkanischen Stadt Agadir. "Alle Regierungen haben an ihren Positionen festgehalten."
Nach dem Entwurf sollte Japan, Island und Norwegen der Walfang mit festen Quoten für zehn Jahre erlaubt werden. Das Walfangverbot werden nun bestehenbleiben, sagte Lindemann. Japan, Island und Norwegen halten sich jedoch nicht daran - sie erkennen das Fangverbot nicht an oder berufen sich auf umstrittene Ausnahmeregelungen. Das Kompromisspapier sah vor, den Walfang befristet zu legalisieren. Die Fangquoten sollten jedoch geringer sein als die bisherigen realen Fangzahlen.
Die Ablehnung des Papiers sei keine endgültige Entscheidung - nach einer Abkühlungsphase von mindestens einem Jahr solle weiterverhandelt werden, betonte Lindemann. Auf der bis Freitag dauernden Konferenz in Agadir werden nun noch einzelne Themen wie Walschutzgebiete, Walfang indigener Völker und finanzielle Fragen verhandelt.
Die Tierschutzorganisation Pro Wildlife wertete es als großen Erfolg, dass der kommerzielle Walfang nun doch nicht freigegeben wird. Ein solcher Kompromiss hätte ausgerechnet die Länder belohnt, die seit vielen Jahren das Walfangverbot ignoriert haben, betonte die Organisation.











