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Zuletzt aktualisiert: 14.06.2010 um 10:55 UhrKommentare

"Austro-Nobelpreis" an Demograph Wolfgang Lutz

Foto © APA

Der Demograph Wolfgang Lutz (53) erhält den Wittgenstein-Preis 2010. Das gaben Wissenschaftsministerin Karl und der Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, Christoph Kratky, am Montag in Wien bekannt. Mit einer Dotierung von 1,5 Mio. Euro ist die als "Austro-Nobelpreis" geltende Auszeichnung der höchste Wissenschaftsförderungspreis des Landes.

Lutz ist der erste Sozialwissenschafter, der den heuer zum 15. Mal vergebenen Wittgensteinpreis erhält. Er leitet das Weltbevölkerungs-Programms am Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien und ist Direktor des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien. Zudem hat er eine Professur für Sozialstatistik an der Wirtschaftsuniversität Wien. In den vergangenen Jahren hat er immer wieder mit Studien über die Bevölkerungsentwicklung weltweit und in Österreich auf sich aufmerksam gemacht. So hat er etwa das Ende des globalen Bevölkerungswachstums, die beschleunigte Überalterung der Weltbevölkerung und das nachhaltige Schrumpfen der Zahl der EU-Bürger prognostiziert.

Neben dem Wittgenstein-Preis wurden aus 45 Bewerbungen sechs Nachwuchsforscher in das START-Programm aufgenommen - wobei erstmals gleich viele Frauen wie Männer den mit bis zu 1,2 Mio. Euro dotierten START-Preis und damit die anerkannteste Förderung für Nachwuchsforscher erhielten. Folgende Wissenschafter sollen damit die Chance erhalten, in den nächsten sechs Jahren finanziell weitgehend abgesichert ihre Forschung zu planen und eine eigene Arbeitsgruppe auf- bzw. auszubauen: Julius Brennecke vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der ÖAW in Wien; Barbara Horejs, vom Österreichischen Archäologischen Institut (ÖAI) in Wien, Barbara Kraus vom Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck, Melanie Malzahn vom Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien, Florian Schreck vom Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW sowie Bojan Zagrovic von den Max F. Perutz Laboratories am Vienna Bio Center.

Quelle: APA

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