Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 15:02 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Prozess gegen "Costa-Concordia"-Kapitän im Juli Betrunkener Großvater ließ 7-Jährigen ans Steuer Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Prozess gegen "Costa-Concordia"-Kapitän im Juli Betrunkener Großvater ließ 7-Jährigen ans Steuer
Zuletzt aktualisiert: 10.06.2010 um 22:32 UhrKommentare

Mathe-Nachzipf für Österreich

"Timss"-Studie ortet vor allem bei Kindern von Zuwanderern und Mädchen Probleme. Leistungen der Schüler sind insgesamt seit 1995 markant gesunken.

Foto © Tomasz Trojanowski - Fotolia.com

Inländer, männlich und aus einem belesenen Elternhaus stammend: Volksschüler, die diese drei Eigenschaften in sich vereinen können, schneiden in Mathematik und Naturwissenschaften noch am besten ab. Das geht aus einer Untersuchung des Bildungsinstituts "bifie" hervor. Bei der "Timss"-Studie wurden die Leistungen von Grundschülern aus 37 Ländern in Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Das Ergebnis ist kein Ruhmesblatt für Österreich.

Seit 1995 haben sich die Grundschüler deutlich verschlechtert. Von 600 möglichen Punkten bekommen sie in Mathematik 505 (minus 26) und in Naturwissenschaften 526 (minus 12). Die Werte liegen leicht unter dem EU-Schnitt. Vor allem beim Begründen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge gibt es Probleme. Birgit Suchan, Mitautorin der Studie, nennt einen möglichen Grund: "Bei uns wird im Unterricht weniger experimentiert". Viele Lehrer hätten unberechtigterweise "Angst davor, den Stoff nicht durchzubringen". Suchans Lösungsvorschlag: der vermehrte Einsatz von Stützlehrern.

Vor allem aber wirft die Studie ein Schlaglicht auf die mangelnde Chancengleichheit. Die Unterschiede zwischen Zuwandererkindern und heimischen sind deutlich höher als anderswo. Und das, obwohl Migranten laut Studie lieber in die Schule gehen. Ein Fehler der Integrationspolitik? "bifie"-Expertin Christina Wallner-Paschon ist vorsichtig, aber: "Es ist durchaus möglich, dass das System verantwortlich ist".

Doch auch einheimische Kinder aus bildungsfernen Schichten (als Maßstab wurde die Anzahl der Bücher im Elternhaus genommen) tun sich schwer. Überraschend ist, dass Mädchen in Mathematik schlechter sind als Buben. Mit einem Mangel an Begabung lässt sich diese Kluft aber nicht erklären: Denn in den meisten teilnehmenden EU-Ländern gibt es praktisch keinen Geschlechterunterschied.

WOLFGANG RÖSSLER

Steiermark > Graz

Wolkig
Graz
min: 8° | max: 22°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Klagenfurt: Lindwurm-Schwanz gebrochen

Ein Denkmal der Stadt Klagenfurt bröckelt. Der Schwanz des Lindwurms ist...Bewertet mit 5 Sternen

 




Fotoserien

Brand in Grazer Möbelhaus gelöscht 

Brand in Grazer Möbelhaus gelöscht

 

Events & Tickets

Russisches Staatsballett Tipp

Russisches Staatsballett

30.06.13 Graz
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang