Fahndung nach Bodensee-Taximörder mit Phantombild
Nach dem Mord an einer Taxifahrerin in Hagnau am Bodensee fehlte vom Täter auch am Donnerstag jede Spur. Die Fahndung konzentrierte sich nach Polizeiangaben auf Friedrichshafen und Umgebung, da der Tatverdächtige am Mittwoch am Stadtrand von Zeugen gesehen worden sein soll. Hilfe erhoffen sich die Ermittler duch ein Phantombild und eine große Flugblattaktion.
Gefahndet wird nach einem 20- bis 25-jährigen Mann, der am Mittwoch in der Winzer- und Tourismusgemeinde Hagnau eine 32-jährige Taxifahrerin erstochen haben soll. Außerdem ist der Mann verdächtig, am Dienstag in Singen (Kreis Konstanz) eine andere, 44-jährige Taxifahrerin ebenfalls mit einem Messer schwer verletzt und vergewaltigt zu haben. Die Orte liegen etwa 55 Kilometer voneinander entfernt. Bei der Suche soll ein Phantombild helfen. Beamte haben damit begonnen, Flugblätter mit dem Konterfei des Gesuchten zwischen Friedrichshafen und Hagnau zu verteilen. Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat für Hinweise, die zur Festnahme des Gesuchten führen, 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt.
"Die Kollegen gehen verstärkt Streife und durchsuchen mögliche Verstecke in Schrebergärten oder Grünanlagen", sagte ein Sprecher. Die Sonderkommission "Taxi" sei um zehn auf 40 Beamte aufgestockt worden. Die Ermittler befassten sich mit mehr als 80 Spuren oder Hinweisen aus der Bevölkerung.
Zum genauen Tatablauf in Hagnau konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Die Leiche wies Messerstiche am Hals auf. "Wir warten auf das Ergebnis der Obduktion", sagte der Sprecher. Anders als ihre schwer verletzte Kollegin sei sie nicht vergewaltigt worden. Das Opfer in Singen wurde weiter im Klinikum behandelt. Die 44- Jährige liege auf der Intensivstation und sei gegenwärtig nicht ansprechbar, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Konstanz. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht.










