Acht Tote bei Angriff auf Versorgungskonvoi für Afghanistan
Mutmaßliche Extremisten haben in Pakistan einen Versorgungskonvoi für die internationalen Truppen in Afghanistan angegriffen und acht Menschen getötet. Mindestens 140 Nato-Fahrzeuge wurden zerstört.

Foto © APSechs Menschen wurden bei dem Anschlag getötet
Aufständische haben in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad einen Konvoi mit Nachschub für die NATO-geführten internationalen Truppen in Afghanistan angegriffen und dabei mindestens 140 Fahrzeuge zerstört. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, attackierten mehr al zehn bewaffnete Extremisten auf Motorrädern am Vorabend einen Rastplatz, wo sie das Feuer auf parkende Lastwagen eröffneten. Etwa 60 Trucks mit 80 NATO-Militärfahrzeuge auf den Ladenflächen seien ausgebrannt. Den Angaben zufolge wurden zudem sieben Fahrer erschossen oder in den Flammen getötet. Die Feuerwehr brauchte Stunden, um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen.
Es war das erste Mal, dass mutmaßliche Taliban-Kämpfer einen Konvoi der NATO in unmittelbarer Nähe von Islamabad angriffen. Bisher wurden Überfälle überwiegend im Nordwesten des Landes verübt. Die Route von der südlichen Hafenstadt Karachi durch Zentralpakistan zum Grenzübergang am Khyber-Pass ist eine der wichtigsten Nachschub- Verbindungen für die internationalen Truppen in Afghanistan.
Im Stammesgebiet Mohmand an der pakistanisch-afghanischen Grenze griffen unterdessen Aufständische einen Posten der Sicherheitskräfte an. Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen kamen bei dem Feuergefecht zwei pakistanische Regierungssoldaten und sechs Angreifer ums Leben. Bereits am Vortag waren in der Region sechs Soldaten bei einem Taliban-Überfall getötet worden. Die halbautonomen Stammesgebiete gelten als islamistische Hochburg.
Durch das pakistanische Peshawar und den nördlich davon gelegenen Khyber-Pass laufen rund 75 Prozent aller Lieferungen an die westlichen Truppen in Afghanistan. In den vergangenen zwei Jahren kam es immer wieder zu Überfällen von Extremisten auf die Versorgungsrouten. Der Angriff vom Mittwoch war aber der erste in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt.
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Durch das pakistanische Peshawar und den nördlich davon gelegenen Khyber-Pass laufen rund 75 Prozent aller Lieferungen an die westlichen Truppen in Afghanistan. In den vergangenen zwei Jahren kam es immer wieder zu Überfällen von Extremisten auf die Versorgungsrouten.










