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    Zuletzt aktualisiert: 06.06.2010 um 22:30 UhrKommentare

    Falsche Ware für 1000 Euro

    Die Raubkopie einer Geldbörse im Louis Vuitton-Design kam eine Österreicherin in Italien teuer zu stehen. Die Behörde kassierte 1000 Euro Strafe.

    Foto © APA

    An allen Ecken lauern sie und locken mit "Markenware". Meist sind es Straßenhändler, die mit Taschen und Gürteln, mit Sonnenbrillen oder anderen Accessoires locken, die jenen von Louis Vuitton oder Gucci, Versace & Co. täuschend ähnlich sehen. Nur im Preis unterscheiden sie sich deutlich vom Original.

    Mitunter allerdings nur auf den ersten Blick. Denn die EU hat der Produktpiraterie, die die Wirtschaft alljährlich um Milliarden-Umsätze bringt, den Kampf angesagt. Italiens Behörden gehen besonders rigide vor. Nicht nur gegen die Verkäufer. Diese Erfahrung musste jetzt eine Wienerin in Jesolo machen.

    Ein Händler hatte ihr eine gefälschte Louis-Vuitton-Börse angeboten. Für nur sieben Euro. Die 65-Jährige ließ sich das vermeintliche Schnäppchen nicht entgehen, übersah aber, dass zwei vigili urbani, Beamte der Stadtwache, den Deal beobachten. Sie zeigten die Frau an. Die Kommune fordert 1000 Euro Geldstrafe von ihr, berichtet "Il Gazzettino". Die Frau habe erklärt, sie habe nicht gewusst, dass sie das Gesetz verletzt, schreibt die Zeitung. Andrea Boccato, den zuständigen Stadtrat, einen Politiker der Lega Nord, beeindrucke das nicht: "Null Toleranz gegenüber illegalem Handel", sei sein Motto.

    Auch der Händler soll zur Verantwortung gezogen werden. Er konnte sich aber nicht ausweisen. Die Ermittler vermuteten, dass er aus dem Senegal stammt.

    Nicht nur an der oberen Adria gibt es eine Aktion scharf gegenüber jenen Händlern, die mit gefälschter Markenware in Italien insgesamt mehr umsetzen als der Pirelli-Konzern. Nicht zuletzt unter dem Druck der Kaufleute hat Roms Bürgermeister Gianni Alemanno die Kontrollen verstärkt.

    Auch in Venedig patrouillieren Carabinieri, Polizisten und Stadtpolizisten unermüdlich. Aber die Händler, von denen viele minderjährig sind - und hinter denen meist die Mafia als Drahtzieher und Hauptverdiener steckt - haben ein ausgeklügeltes Frühwarnsystem: Blitzschnell packen sie ihre Ware und laufen weg, wenn die Beamten nahen.

    Italien kämpft übrigens nicht nur gegen Produktpiraten, die Luxus-Labels der Mode- oder der Musikbranche den Umsatz abgraben. In jüngerer Zeit gibt es auch bei Lebensmitteln immer mehr Plagiate. Die Lebensmittelpriaterie nehme jährlich um 20 Prozent zu, so ein Bericht des Verbandes der italienischen Nahrungsmittelindustrie Federalimentare.

    Auch vor dem Wein machen die Fälscher nicht Halt: Zehn Millionen gefälschter "Chianti" wurden jüngst konfisziert.

    ELISABETH PEUTZ

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