Teilerfolg im Kampf gegen Ölpest

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Nach etlichen Fehlschlägen hat BP einen Teilerfolg bei der Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko erzielt. Mit einer ferngesteuerten Riesenzange durchtrennten sie am Donnerstag nach US-Regierungsangaben in mehr als 1.500 Meter Meerestiefe die defekte Ölleitung, aus der seit April Öl ausströmt. Die Hoffnung richtete sich nun auf einen Trichter, der über der Schnittstelle das Öl abpumpen sollte.
Innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Stunden erwarte BP Aufschlussdarüber, ob der jüngste Versuch zur Schließung des Öllecks im Golf von Mexiko ein Erfolg war oder nicht, erklärte Konzernchef Tony Hayward. Der Sonderbeauftragte der US-Regierung, Admiral Thad Allen, bezeichnete den Schnitt an der beschädigten Steigleitung als "bedeutsamen Schritt nach vorne". Sollte alles weiter nach Plan laufen, würde in einer nächsten Etappe eine Trichterkonstruktion über der Schnittkante installiert, die austretendes Öl und Gas über eine Leitung an die Meeresoberfläche pumpen soll.
Auf einer Pressekonferenz bezeichnete Allen den Plan als "herausfordernde Aufgabe". Experten gehen davon aus, dass nach dem Schnitt zunächst noch mehr Öl aus der Leitung austritt, ehe das Abpumpmanöver beginnen kann. Zu den Erfolgsaussichten des Plans wollte Admiral Allen zunächst keine Prognose abgeben. Womöglich werde sich noch am Donnerstag zeigen, ob das Vorhaben gelinge, sagte er.
Unterdessen zeigten Modelle des National Center for Atmospheric Research (NCAR), dass das Öl aus dem Bohrleck durch Meeresströme um die Südspitze Floridas herum auch in den Atlantik getrieben werden kann. Entlang der US-Ostküste könnte es dann vorbei an den Bermudas in Richtung Europa treiben. Der deutsche Wissenschafter Martin Visbeck erklärte jedoch, es sei unwahrscheinlich, dass das Öl, falls es bis nach Europa gelange, dick genug wäre, um Schaden anzurichten.










