Bomben-Explosion: Sonderkommission ermittelt
Eine Sonderkommission der Polizei in Göttingen soll die Ursache der Bombenexplosion klären, bei der am Dienstagabend drei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes getötet worden waren.

Foto © APADrei Menschen kamen bei einer Bombenexplosion ums Leben.
Wie der Göttinger Stadtrat Hans-Peter Suermann am Mittwoch vor Journalisten sagte, konnten die Untersuchungen auf dem Schützenplatz in Göttingen erst zu Mittag beginnen, weil zuvor Experten die unmittelbare Umgebung des Explosionsortes auf weitere Bomben untersuchen mussten. Der Sperrbezirk von 300 Metern um den Explosionsort blieb zunächst bestehen. Die 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstagabend um 21.36 Uhr plötzlich explodiert. Dabei starben drei Männer im Alter von 55, 52 und 38 Jahren. Sie verfügten alle über langjährige Erfahrung im Kampfmittelräumdienst. Zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes wurden schwer verletzt, schwebten laut Polizei am Mittwoch aber nicht mehr in Lebensgefahr. Sechs weitere Mitarbeiter erlitten einen Schock oder leichte Verletzungen.
Sprecher von Polizei und Feuerwehr bestätigten am Mittwoch, dass die Explosion völlig überraschend erfolgte und an der Bombe zu diesem Zeitpunkt noch nicht gearbeitet wurde. Dies sollte erst nach Ausrufung eines 1.000-Meter-Sperrbezirks um 22.00 Uhr und nach Passieren der letzten ICE-Züge erfolgen.











