Rekord-Mai: noch nie so wenig Sonne
So trüb war es seit Messbeginn noch nie in Wien: nur 130 Stunden Sonnenschein zeichnen sich für Mai in der Bunddeshauptstadt ab. Auch bei Regen und Gewittern wurden Extremwerte verzeichnet.

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Als hätte sie mit dem Wetter nichts zu tun haben wollen: Die Sonne hat sich im Mai nur selten gezeigt. Laut Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wird es zum Beispiel in Wien mit voraussichtlich 130 Sonnenstunden der trübste Mai seit Messbeginn. "Aber auch an den Stationen Salzburg (80 h) und Bregenz (120 h) zeichnen sich neue Mai-Minima der Sonnenscheindauer ab", sagte Alexander Orlik, Meteorologe an der ZAMG.
Regen
Doch der Regen machte den fehlenden Sonnenschein mehr als wett: Stellenweise ist etwa dreimal so viel Regen gefallen wie in durchschnittlichen Mai-Monaten. In Poysdorf (NÖ) wurden mit 179 Liter pro Quadratmeter der höchste Mai-Niederschlag und der zweithöchste Monatsniederschlag in der 44-jährigen Reihe gemessen. Mehr Regen fiel hier nur im Juli 1997 mit 227 Liter/Quadratmeter. In höheren Lagen über 1.000 Meter fiel auch Schnee. In der Monatsmitte bildete sich zeitweise in den höher gelegenen Regionen über 1.300 Metern eine Schneedecke, so am Sonnblick (S) mit einer maximalen Höhe von sechs Metern. Dies ist etwa eine um 17 Prozent höhere Schneedecke, als sie sonst im Mai erreicht wird.
Gewitter
Einen weiteren Beitrag zur Mai-Bilanz lieferten auch die zahlreichen Gewitter. Die dadurch ausgelösten Starkniederschläge erreichten in einigen Landesteilen bemerkenswerte Ausmaße. In der Wiener Innenstadt fiel am 13. Mai mit einer Intensität von 52 Liter/Quadratmeter in 60 Minuten eine Menge, wie sie nur alle 50 Jahre in Wien zu beobachten ist. Die Niederschlagsstatistik könnte aber noch nach oben korrigiert werden: Die Prognose für das Wochenende lässt dies jedenfalls vermuten.
Temperaturen
Erstmals seit einigen Jahren wird ein Mai wieder etwas zu kühl sein, österreichweit um 0,2 Grad. Die Mai-Monate der vergangenen 18 Jahre - Ausnahme 2004 - waren im Vergleich zum vieljährigen Mittel stets zu warm. Relativ zu kalt war es in Vorarlberg und Tirol. In Reutte wird das Monatsmittel der Lufttemperatur bei 9,6 Grad liegen, das bedeutet eine Abweichung von 1,6 Grad vom Mittel. Damit wird Reutte der relativ gesehen kälteste Ort des Bundesgebietes. Etwas zu warm war es in den südlichen Landesteilen. In Unterkärnten und der Südsteiermark wurden Temperaturabweichungen von etwa einem Grad nach oben erreicht.










