Zahlreiche tödliche Unfälle auf Schutzwegen

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Jeder fünfte tödliche Fußgängerunfall in Österreich ereignet sich auf einem Schutzweg. Den Autofahrern mangle es hierzulande am Bewusstsein, dass Lenker zum Anhalten verpflichtet sind, wenn ein Fußgänger den Zebrastreifen überqueren möchte, so der Verkehrsklub Österreich. "Es muss endlich die Verkehrssicherheit für jene, die zu Fuß unterwegs sind, erhöht werden", forderte Martin Blum vom VCÖ.
Von 2005 bis 2009 sind in Österreich 518 Fußgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. 93 Menschen - das sind 18 Prozent - wurden am Schutzweg getötet, davon allein 19 im Vorjahr. "In den vergangenen Jahren hat die Anhaltemoral vor Schutzwegen nachgelassen. Das hat zum einen mit mangelndem Bewusstsein zu tun und zum anderen damit, dass Telefonieren am Steuer zunimmt", meinte Blum.
Der VCÖ fordert eine Bewusstseinskampagne nach dem Vorbild der Kampagnen gegen Alkohol am Steuer. Zudem sind die Kontrollen durch die Exekutive zu erhöhen. "Wichtig sind Maßnahmen, welche die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs verringern. Zudem braucht es bei Ampeln häufigere und längere Grünphasen für Fußgänger. Im Vorjahr war jeder zweite tödlich verunglückte Fußgänger älter als 60 Jahre", betonte Blum.
2010 wurden bereits 32 Fußgänger bei Unfällen getötet. Sechs davon in Wien, hoch war die Opferzahl auch in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark, wo jeweils fünf Fußgänger bei Unfällen ums Leben kamen.










