Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 16:20 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Flämmarbeiten führten zu  Explosion bei Möbelhaus Betrunkener Großvater ließ 7-Jährigen ans Steuer Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Flämmarbeiten führten zu  Explosion bei Möbelhaus Betrunkener Großvater ließ 7-Jährigen ans Steuer
Zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 um 16:32 UhrKommentare

Arbeiter müssen "Anti-Selbstmord"-Verträge unterschreiben

Sie arbeiten zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche und bekommen einen Monatslohn von 240 Euro: Die Arbeiter von Foxconn stellen unter anderem iPhones her und immer mehr von ihnen begehen Selbstmord. Jetzt greift die Firma zu drastischen Mitteln.

Arbeiterinnen bei Foxconn

Foto © ReutersArbeiterinnen bei Foxconn

Nach einer Serie von Selbstmorden von Beschäftigten in China greift der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn zu drastischen Mitteln: Die Beschäftigten erhielten einem Pressebericht zufolge einen Brief, in dem sie sich schriftlich verpflichten müssen, sich nicht selbst zu töten. Gebäude des Unternehmens wurden mit Netzen verhängt, um Todesstürze zu verhindern. Seit Beginn des Jahres haben sich bei dem Hersteller des iPhone bereits zehn Arbeiter das Leben genommen. Arbeitsrechtsorganisationen machen den hohen Druck bei gleichzeitig schlechter Bezahlung verantwortlich. Foxconn produziert unter anderem für Apple, Hewlett Packard oder Dell.

Freibrief für die Psychiatrie

Die "Southern Metropolis Daily" druckte am Mittwoch ein Foto des Briefes an die Angestellten. "Ich verspreche, mich oder andere niemals in einer extremen Form zu verletzen", heißt es darin. Die Beschäftigten erlauben mit ihrer Unterschrift dem Unternehmen, sie "zum eigenen Schutz und dem anderer" in eine psychiatrische Klinik zu schicken, sollten sie in einer "anormalen geistigen oder körperlichen Verfassung sein".

Foxconn-Gründer Terry Gou flog am Mittwoch in seinem Privatjet und begleitet von Journalisten in die Sonderwirtschaftszone Shenzhen, wo das Unternehmen allein 300.000 Menschen beschäftigt. Vom dortigen Werk hatten sich neun Arbeiter in den Tod gestürzt.

Zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche

Die "South China Morning Post" zitierte am Mittwoch eine 21-jährige Foxconn-Arbeiterin, sie müsse an sechs Tagen pro Woche jeweils zwölf Stunden arbeiten. Die Stimmung im Werk sei "eng und erdrückend", die Angestellten dürften nicht miteinander sprechen. Eine andere Arbeiterin berichtete vom hohen Tempo: Sie müsse täglich Tausende von Computerplatinen für elektronische Geräte prüfen. Ihr monatlicher Lohn betrage 2.000 Yuan (240 Euro).

Apple erklärte am Mittwoch, es verfolge die Schritte von Foxconn, weitere Selbstmorde zu verhindern. Das Unternehmen fühle sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Bedingungen für die Arbeiter in der Produktion "sicher" seien und dass die Beschäftigten mit Respekt behandelt würden, erklärte eine Sprecherin gegenüber AFP. Eine Arbeitsrechtsorganisation hatte am Dienstag angekündigt, sie wolle zum Boykott des iPhone aufrufen.


Steiermark > Graz

Bewölkt
Graz
min: 8° | max: 20°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Brand in Graz: Polizei spricht über Brandhergang

Zu Mittag brach im Dachgeschoss einer Baustelle in der Annenstraße Feuer...Noch nicht bewertet

 




Fotoserien

Brand in Grazer Möbelhaus gelöscht 

Brand in Grazer Möbelhaus gelöscht

 

Events & Tickets

Harkamp Summer Opening Tipp

Harkamp Summer Opening

29.05.13 St. Nikolai/Sausal
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang