Österreicher für strengeren Datenschutz

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Die Österreicher wollen einen strengeren Datenschutz, nehmen es aber mit dem Schutz ihrer persönlichen Daten selbst nicht ganz so genau. Das geht aus einer Umfrage des Instituts "Oekonsult" für die APA hervor. Demnach wissen mehr als vier Fünftel (81,2 Prozent) nicht so genau, wer aller über ihre personenbezogenen Daten verfügt.
Mehr als drei Viertel (76,7 Prozent) tun ihrer eigenen Einschätzung nach nicht alles in ihrer Macht stehende, um ihre Personendaten wirksam zu schützen. Nur 17,5 Prozent glauben, dass keine fremde Person auf die gespeicherten Daten zugreifen kann, wenn das Handy oder der Computer abhanden kommen sollten. Immerhin 61,5 Prozent der Befragten haben sich bereits daran gewöhnt, dass sie praktisch überall gefilmt, gescannt oder anderweitig überwacht werden.
Die Einstellung gegenüber dem Internetkonzern Google hat sich bei 90,3 Prozent der Österreicher verschlechtert, nachdem bekannt geworden ist, dass aus privaten WLA-Netzen für Googles Street View Projekt Daten gesammelt worden sind. Gleichzeitig ist es aber mehr als der Hälfte (54,9 Prozent) gleichgültig, wenn Google für die kostenlose Nutzung seiner Dienste möglichst viel ihrer Personen- und Verhaltensdaten sammelt. Dass soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter primär auf die Erlangung der Nutzerdaten zu kommerziellen Zwecken abzielen, ist mehr als vier Fünftel (82,1 Prozent) bewusst.
Fast drei Viertel (73,6 Prozent) der Befragten lehnen eine verpflichtende EU-weite Einführung von Nacktscannern für mehr Sicherheit im Flugverkehr und die Überwälzung der daraus resultierenden Kosten auf die Flugpassagier ab. Das sogeannten SWIFT-Abkommen, das den USA zur Terrorbekämpfung weitgehenden Zugriff auf Daten von EU-Bankkunden geben soll, lehnen 77,2 Prozent ab.











