Gasofen explodiert: Ärzte kämpfen um Leben des Opfers
Beim Einschalten des Ofens wurde ein 28-jähriger Mann schwer verletzt. Sein Wohnhaus in Petronell-Carnuntum ist zerstört.

Foto © KLZ/ Scheriau
Die Ärzte im Linzer Unfallkrankenhaus kämpften am Sonntagnachmittag weiter um das Leben eines 29-jährigen Niederösterreichers, der bei einer Gasexplosion in Petronell-Carnuntum (Bezirk Bruck a.d. Leitha) schwer verletzt worden ist. Das Opfer könnte bereits am Montag nach Wien überstellt werden, so Oberarzt Herbert Haller.
Durch die Explosion erlitt der 29-Jährige Verbrennungen zweiten und dritten Grades von 70 Prozent der Haut. Da im Wiener Unfallkrankenhaus kein Verbrennungsbett frei war, wurde der Schwerverletzte nach Linz geflogen. "Unser Patient wird laufend operiert und untersucht. Sollte er am Montag transportfähig sein, wird er nach Wien überstellt. Den Kollegen gelang es, ein Bett für ihn freizumachen", sagte Haller.
Die Explosion hatte sich gegen 4.10 Uhr ereignet, teilte die Sicherheitsdirektion NÖ mit. Das Opfer erlitt den Rettungskräften zufolge Verbrennungen zweiten und dritten Grades von 70 Prozent der Haut. Trotz seiner schweren Verletzungen sei der 29-Jährige noch aus eigener Kraft zu einem Nachbarn gegangen, der den Mann bis zum Eintreffen der Hilfsmannschaften in der Badewanne gekühlt habe, berichteten die Polizei und "144 - Notruf NÖ". Der Transport des Opfers nach der Erstversorgung sei deshalb nach Linz erfolgt, weil im dortigen UKH ein Verbrennungsbett frei war.
Das Wohnhaus des 29-Jährigen ist ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Laut Sicherheitsdirektion wurde eine Mauer weggesprengt. Im Zimmer, wo sich die Explosion ereignet hatte, brach die Decke zum Dachstuhl ein. Auch die übrigen Räumlichkeiten wurden erheblich beschädigt. Beim Eintreffen der örtlichen Feuerwehr brannte im Keller ein Teil des Rasenmähertraktors. Die Flammen wurden jedoch rasch gelöscht.










