Jugendlicher schlug Mann in Bim nieder
Ein Streit um zu laute Musik aus Handys von Jugendlichen eskalierte in einer Linzer Straßenbahn. Ein 19-Jähriger provozierte einen 51-jährigen Mann und schlug ihn nieder. Der Bursche konnte rasch gefasst werden und wurde angezeigt.

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Der Vorfall passierte am Mittwoch gegen 19.30 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 1. An der Haltestelle Hauptbahnhof waren vier Jugendliche, zwei 16-jährige Mädchen und zwei 19-jährige Burschen, in den mittleren Wagen der Straßenbahngarnitur zugestiegen und begannen, ihre Umgebung lautstark mit Musik aus einem Handy zu "unterhalten".
Einem 51-jährigen Fahrgast aus Linz, der in der Reihe vor den Jugendlichen saß, ging die Aktion auf die Nerven. Er bat die Jungen, die Musik leiser zu drehen. Nach einem barschen "Setz' dich halt woanders hin", begann einer der Burschen den Mann zu provozieren. Es kam schließlich zum Streit. Einer der Jugendlichen, ein 19-Jähriger mit arabischem Migrationshintergrund, schlug auf den 51-Jährigen ein. Als das Opfer am Boden lag, soll der junge Mann noch mit den Füßen zugetreten haben.
An der Haltestelle Voest flüchtete der mutmaßliche Täter dann aus der Straßenbahn. "Die anderen drei Jugendlichen wollten ihn noch zurückhalten", sagt Erwin Fuchs von der Linzer Polizei. Inzwischen hatten mehrere Fahrgäste den Bim-Fahrer informiert. Dieser setzte einen Funkspruch an die Leitstelle ab, die sofort Polizei und Rettung informierte.
Der 19-Jährige war bald gefasst. Er wurde wegen Körperverletzung angezeigt. Der Mann sei zur Beobachtung einen Tag im Spital geblieben, heißt es aus dem Linzer Unfallkrankenhaus. Er habe aber nur Prellungen erlitten.
"Unsere Straßenbahnfahrer bekommen von Vorfällen oft nichts mit, weil die anderen Fahrgäste nicht reagieren", sagt Karin Penn, Sprecherin der Linz AG. Jeder Fahrer habe Vorfälle zu dokumentieren. Oft gebe es Anzeigen bei der Polizei, die im Fahrtenbuch nicht verzeichnet seien. In diesem Fall zeigten die Mitfahrenden aber Zivilcourage und schlugen Alarm. "Alle Abläufe haben funktioniert", sagt Fuchs.
Schon vor dem Vorfall war beschlossen, dass demnächst vor allem abends uniformierte Polizisten und Security für mehr Sicherheit in den Öffis sorgen sollen.











