An der US-Küste wächst die Angst vor schwerem Öl

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Vier Wochen nach dem Untergang der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" wächst an der US-Küste die Angst vor der ganz großen Ölverschmutzung. Die US-Behörde für Ozeanographie NOAA sieht zudem Gefahren für Florida. Sie befürchtet, dass das in den Golf von Mexiko sprudelnde Öl von einer Strömung erfasst wird, die es auch an weitere Küsten des Urlaubsstaates spülen könnte.
BP will die Öl-Quelle am Wochenende komplett schließen. Das Unternehmen werde am Samstag oder Sonntag versuchen, schweren Schlamm in die seit vier Wochen sprudelnde Quelle in der Tiefe des Meeres zu pumpen, berichteten US-Medien am Mittwoch. Dabei sollen mehr als 6.000 Liter pro Minute in die Öffnungen eines Ventilsystems gepresst werden, das über dem Hauptbohrloch installiert ist. BP hofft, dass das Loch dadurch verstopft wird. Danach könne es mit Zement abgedichtet werden.
Unterdessen scheiterte die US-Regierung mit ihrem Versuch, die Ölindustrie per Gesetz für Schäden stärker zur Kasse zu bitten. Bisher gilt für die Ölfirmen eine eher niedrige gesetzliche Obergrenze für Schadenersatz: Sie liegt bei 75 Millionen Dollar (rund 61 Millionen Euro). Experten rechnen aber mit einem Milliardenschaden durch die Ölpest - etwa für Fischer, Tourismus und Privatleute.
Die US-Regierung hat vorgeschlagen, die Obergrenze auf zehn Milliarden Dollar zu erhöhen. Doch die oppositionellen Republikaner blockierten die Gesetzesvorlage am Dienstag im Kongress. Es war schon das zweite Mal, dass sie Nein dazu sagten. US-Präsident Obama zeigte sich enttäuscht.
Am 22. April war die Ölbohr-Plattform nach mehreren Explosionen untergegangen. Seitdem sprudelten täglich Hunderte Tonnen Rohöl ins Meer. Einen Teil des Öls fängt der Plattformbetreiber, der Konzern BP, mittlerweile ab.











