Angst vor Hundehassern geht um
Tierarzt rettete American Stafford Terrier nach Giftanschlag in Klagenfurt das Leben. Verdacht auf weitere Übergriffe. Hinweise aus Strychnin in ausgelegten Ködern.

Foto © APAEin American Stafford Terrier wie dieser entging nur knapp einem tödlichen Giftanschlag
D as Tier scheint über den Berg zu sein. Wir hoffen, dass der Hund wieder ganz gesund wird." Vorsichtige Entwarnung kam am Freitag aus der Tierarztpraxis von Hannes Gressl. Am Donnerstag hatte der Veterinär mit seinem Team zwölf Stunden lang mit allen intensivmedizinischen Mitteln um das Leben eines American Stafford Terriers gekämpft.
Ein Unbekannter hatte vermutlich in den Vormittagsstunden einen Giftköder in den Garten der Besitzerfamilie im Stadtteil Annabichl geworfen. Übelkeit, heftige Krämpfe, über 41 Grad Fieber waren die grauenhaften Folgen für den als "völlig friedlich und freundlich" beschrieben Vierbeiner. Am Freitag kamen neue Schreckensmeldungen aus dem Stadtteil St. Peter. In der Arnold Schönbergstraße soll in den letzten zwei Monaten ein Unbekannter mindestens drei Fettköder, vermutlich mit Rattengift versetzt, auf die Fahrbahn geschmiert haben. Mindestens ein Hund musste mit Vergiftungserscheinungen behandelt werden. Im Stadtteil Niederdorf soll ebenfalls ein Hund vergiftet worden sein. Weitere Verdachtsfälle gibt es im Stadtteil Waidmannsdorf. Besonders schlimm erwischte es, wie ausführlich berichtet, im Februar den Mischlingsrüden "Bongo" in einer Einfamilienhaussiedlung in Untermühlbach bei St. Veit. "Bongo" nahm einen Fleischköder, versetzt mit Draht, Nägel und Schrauben auf.
Im Fall des American Stafford Terriers gibt es Hinweise, wonach Strychnin im Spiel gewesen sein könnte. Eines haben alle Fälle gemeinsam. Betroffen sind unauffällige Hunde und Besitzerfamilien, die glauben, keine Feinde zu haben. Die Polizei hat bereits umfassende Ermittlungen aufgenommen. "Wir ersuchen um zweckdienliche Hinweise. Solch komplexe Fälle können wird nur mithilfe der Bürger klären", so ein Fahnder.










