Pariser "Liebesschlösser" sind verschwunden
Buchstäblich über Nacht sind die rund 2.000 "Liebesschlösser" am Gitter der Pariser Seinebrücke Pont des Arts verschwunden. Und keiner will es gewesen sein. Die Stadt Paris, die kürzlich noch das Anbringen der Vorhängeschlösser als metallene Liebesbeweise einen Verstoß gegen den Denkmalschutz nannte, versichert, keine Behörde habe etwas damit zu tun. Auch die Polizei wäscht ihre Hände in Unschuld.
Die Mode Jungvermählter, ihre Liebe in Form von Vorhängeschlössern bildlich an eine Brücke zu ketten, hatte in den vergangenen Jahren auch Paris erreicht. Das junge Paar ritzt seine Initialen oder Namen und Herzen in das Metall, schließt das Schloss an und wirft den Schlüssel in die Fluten. So soll die Liebe ewig halten. Jetzt hängen nur noch ein paar Dutzend Liebesschlösser vor dem Louvre über der Seine. Wer sich über Nacht die Arbeit gemacht hat, 2.000 Schlösser zu knacken, ist völlig unklar. Doch in einer Zeit, wo sogar Eisenbahngleise und Stromleitungen gestohlen werden, sind auch Liebesschlösser kein Tabu.











