Bei EM 2008 gegen Polizei gewehrt: Haft
Drei Junge Lavanttaler wollten sich während der Euro der Verhaftung entziehen. Drei aus Köln angereiste Polizisten schilderten den Vorfall von vor zwei Jahren. Grund der Verspätung: Videokonferenz-Anlage war kaputt.

Foto © APADie Fanzone 2008 in Klagenfurt
Drei junge Lavanttaler fielen während der Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren deutschen Polizisten am Alten Platz in Klagenfurt unangenehm auf. Die Polizeibeamten, welche die Kärntner Exekutive unterstützten, wollten sie verhaften. Die Wolfsberger versuchten, sich dem zu entziehen. Am Dienstag saßen sie am Landesgericht Klagenfurt wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung vor Richter Norbert Jenny.
Der Richter hörte sich die Schilderungen der drei aus Köln angereisten Polizisten zu dem Vorfall an. "Danke, dass Sie als Zeugen nach Klagenfurt gekommen sind. Seit zwei Jahren laufe ich Ihnen schon nach, weil im Kölner Gericht die Anlage zur Videokonferenz kaputt ist", begründete Jenny den späten Prozesstermin. Die Polizisten schilderten, dass sich die Angeklagten bei ihrer Fixierung mit Kabelbindern gewehrt hätten. Einer soll versucht haben, mit dem Kopf nach hinten "auszuschlagen". Verletzt wurde allerdings niemand.
Beim Abtransport mit dem deutschen Einsatzwagen trat einer der mittlerweile 20 und 21 Jahre alten Männer gegen den Wagen. Eine Aufhängung brach. Der Sachschaden beträgt 505 Euro und 16 Cent. Das Urteil: Je 950 Euro Geldbuße für die beiden unbescholtenen Mitangeklagten. Der Hauptangeklagte soll für zwei Monate ins Gefängnis, zusätzlich soll er eine wegen einer Körperverletzung auf Probe ausgesprochene Haftstrafe in Höhe von zwei Monaten absitzen. Die Beschuldigten nahmen das Urteil an.











