Kasino-Raub: Ein wirres Alibi löste Enthaftung aus
Ins Visier der Polizei geratener Klagenfurter will zum Tatzeitpunkt zu Hause gewesen sein. Der Lokalbetreiber sagt: "Er war bei mir."

Foto © PolizeiWer ist dieser Mann wirklich? Die Polizei muss bei ihren Ermittlungen "zurück an den Start". Hinweise unter 059133-25-3333 erbeten
Wo war ein Klagenfurter am Samstag, den 10. April, um 8.30 Uhr früh wirklich? "Zu Hause", behauptet der ins Visier von Kriminalisten des Stadtpolizeikommandos geratene steif und fest. "Er hat um 8.22 Uhr mein Lokal verlassen", behauptet hingegen der Betreiber eines Wettspielkasinos. "Wir arbeiten derzeit an der Auswertung von gesicherten Spuren. Dann wird man vielleicht Klarheit haben", heißt es dazu aus Kreisen der Ermittler.
An besagtem Tag betrat nämlich ein Mann, der dem Verdächtigen "zum Verwechseln ähnlich sieht", ein Wettkasino am Hauptmann-Hermann-Platz in Klagenfurt Waidmannsdorf.
Ein rotes Halstuch, über den Mund bis zur Nasenspitze gezogen, wählte er als "Maske". Mit einem Messer in der Hand bedrohte er einen Angestellten und verlangte die Herausgabe von Geld. Das Opfer händigte dem Räuber mehrere Tausend Euro aus. Der Täter flüchtete auf einem blauen Mountainbike. Hinweise aus der Bevölkerung führten die Polizei schließlich auf die Spur eines Klagenfurters. Mehrere Zeugen wollten ihn voneinander unabhängig auf Fahndungsbildern aus der Überwachungskamera als Räuber erkannt haben. Nach einigen Tagen bekam der Verdächtige "Besuch" von der Polizei und wurde festgenommen.
Nach ausgiebigen Verhören und dem Verstreichen der 48-stündigen Anhaltefrist im Polizeigewahrsam gab der ermittelnde Staatsanwalt dem Antrag auf Untersuchungshaft statt. Diese hielt aber nur bis zum Verhör beim Haftrichter. Dann war der Verdächtige wieder frei.











