Kals: Kein "Brand aus" ohne Regen
Waldbrand in Kals hält Löschmannschaften weiter in Atem. Wind facht Flammen ständig an.

Foto © Expa/Groder
Kals ist Katastrophengebiet. Seit mehr als 60 Stunden hält ein Waldbrand die Einsatzkräfte in Atem. Unermüdlich kämpfen Feuerwehrmänner, Bergretter und Hubschrauberpiloten gegen den Flächenbrand in der Schuster Leite. Weit über 100 Einsatzkräfte, darunter Flughelfer der Feuerwehren Lienz und Kitzbühel, rückten gestern früh wieder zum Löschen aus.
Kein Zugang ins Gelände
"Wir haben den Brand zwar, was ein Ausbreiten betrifft unter Kontrolle, aber der täglich auffrischende Wind facht das Feuer immer wieder an", sagte Einsatzleiter Herbert Bergerweiß. Im unteren Bereich der Brandschneise ist das Gelände sehr felsig. Bergerweiß: "Wir können dort keinen Mann hineinschicken". Hier war auch gestern einzig Feuerbekämpfung aus der Luft möglich. Vier Hubschrauber (Heli-Austria und Bundesheer) mit Löschbehältern flogen nonstop: Betanken der Löschbehälter, Entleeren der Löschbehälter über dem Brandort.
Warten auf den Regen
Von der Waldgrenze abwärts lokalisierten Dutzende Feuerwehrmänner von acht Wehren des hinteren Iseltales Glutnester. "Von oben herab ist es möglich, mit Schläuchen zu löschen. Aber auch dafür muss Wasser fast auf 2000 Meter Seehöhe hinaufgeflogen werden", so der Einsatzleiter. Ein "Brand aus" war gestern nicht absehbar. Bergerweiß: "Unsere einzige Rettung ist der Regen. Und wenn es nicht regnet, wird es noch Tage dauern, bis wir das Feuer gänzlich bekämpft haben."
Der Brand im Kalser Ortsteil Lana ist, wie berichtet, Samstagmittag ausgebrochen. Von einem angezündeten Reisighaufen griff das Feuer aufgrund starken Windes und Trockenheit auf das Gelände über und breitete sich auf rund 50 Hektar Wald- und Weidefläche aus.











