Bye, bye E. T: "Discovery" auf dem Rückflug zur Erde
Hauptaufgabe der "Discovery"-Astronauten war die Montage eines neuen Ammoniaktanks für das Kühlsystem der ISS. Die Raumfähre wird am Montagmorgen auf der Erde zurückerwartet.

Foto © APAGruppenfoto auf der ISS
Die US-Raumfähre "Discovery" und ihre sieben Besatzungsmitglieder befinden sich auf dem Rückflug zur Erde. Nach zehntägigem Arbeitsaufenthalt der Shuttle-Crew auf der Internationalen Raumstation trennte sich die "Discovery" am Samstag von der ISS und trat die Heimreise an. Shuttle-Kommandant Alan Poindexter bedankte sich beim Abschied für die Gastfreundschaft der ISS-Besatzung. "Wir haben jede Minute genossen", sagte er. Hauptaufgabe der "Discovery"-Astronauten war die Montage eines neuen Ammoniaktanks für das Kühlsystem der ISS. Die Raumfähre wird am Montagmorgen auf der Erde zurückerwartet. Es war eine der letzten Shuttle-Missionen. Die NASA stellt die Raumfähren zum Ende des Jahres außer Dienst.
Bekenntnis zur bemannten Raumfahrt
US-Präsident Barack Obama hat sich trotz massiver Sparzwänge klar zur bemannten Raumfahrt bekannt und will bis 2025 Menschen in die Tiefen des Alls schicken. Mitte der 2030er Jahre rechne er damit, dass Astronauten in die Umlaufbahn des Roten Planeten vordringen. "Eine Landung auf dem Mars wird folgen, und ich werde dabei zusehen", hatte der Präsident am Donnerstag bei der Vorstellung seiner Weltraum-Pläne im Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida erklärt. Missionen zum Mond erteilte er aber eine Absage. "Da waren wir schon einmal (...) Es gibt viel mehr Weltall zu erkunden."
Der Präsident unterstrich seine Absicht, den Etat der US-Weltraumbehörde NASA über die nächsten fünf Jahre um sechs Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) aufzustocken. Zudem sollen verstärkt Privatunternehmen damit beauftragt werden, Astronauten und Material ins All zu bringen. Im Mittelpunkt der Pläne steht zudem die Vision einer Rakete, die Menschen und Ausrüstung zu verschiedenen Zielen wie etwa Asteroiden transportieren kann, die dann wiederum als Ausgangspunkt für Missionen etwa zum Mars dienen sollen. Dafür stünden drei Milliarden Dollar an Forschungsgeldern bereit. Bis 2015 solle das Design feststehen. "Dann bauen wir sie."
"Schlankeres" Raumfahrtprogramm
Im Kern geht es Obama um ein "schlankeres" Raumfahrtprogramm. Dazu soll das bisherige Constellation-Programm mit der großen Ares-Rakete und der Orion-Raumkapsel erheblich verkleinert werden. Die Orion-Kapsel soll zunächst als Fluchtfahrzeug konzipiert werden, um bei Notfällen Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS zu retten, sagte Obama. Auf dieser Basis könne die Kapsel dann für Missionen in die Tiefe des Alls weiterentwickelt werden. Das komplette Constellation-Programm habe die Erwartungen nicht erfüllt, so Obama. Daneben nannte der Präsident als weiteres Ziel seiner Raumfahrtpolitik, die Lebenszeit der ISS um fünf Jahre zu verlängern.










