92-jährige Ärztin verschrieb 34.000 Tabletten

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Eine 92-jährige Ärztin hat sich am Donnerstag im Landesgericht Leoben wegen Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz verantworten müssen. Der Frau wurde vorgeworfen, zu viele Schlaftabletten und Ähnliches ohne medizinische Notwendigkeit verschrieben zu haben. Von 2005 bis 2009 soll die Nervenärztin an zehn Personen rund 34.000 Tabletten verschrieben haben.
Dabei handelte es sich um Schlafmittel, Tranquilizer und Psychopharmaka. Die Angeklagte fühlte sich nicht schuldig, sie bezweifelte, dass die Mengenangaben in der Anzeige richtig waren.
Die Richterin konfrontierte die Frau mit der Tatsache, dass die Verschreibungen dieser Mittel um 80 Prozent zurückgingen, wenn die Frau auf Urlaub war. "Das ist klar, das kann kein anderer verschreiben, ich bin Drogenärztin", so die Antwort.
Sie habe die Medikamente verschrieben, damit ihre Patienten keine Entzugserscheinungen bekommen würden, rechtfertigte sich die Beschuldigte. Außerdem gab sie an, mehrere Rezepte seien - zumindest bezüglich der Mengenangabe - gefälscht worden. Dass ihr manche Patienten die Rezepte mit einem Trick herausgelockt hatten, bestritt sie gar nicht: "Ich bin zu leichtgläubig", so die 92-Jährige.
Eine Vertagung der Verhandlung galt schon zu Mittag als wahrscheinlich.










