Schwierige Räumung von Notunterkünften auf Haiti

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Drei Monate nach dem schweren Beben in Haiti haben sich die Vereinten Nationen besorgt über die begonnene Räumung von Notunterkünften in der Hauptstadt Port-au-Prince gezeigt. Niemand hätte erwartet, dass die Menschen noch vor der Regenzeit etwa aus Schulen oder Markthallen vertrieben werden sollen, sagte UNO-Sprecherin France Hurtubise am Montag.
Sie forderte die Eigentümer der Häuser auf, ihrer Verantwortung für die Erdbebenopfer gerecht zu werden. "Die Menschen dürften nicht im Stich gelassen werden." Am Wochenende hatten etwa 7.300 Menschen das Fußballstadion der Hauptstadt verlassen müssen. Demnächst sollten auf Veranlassung der Behörden rund 10.000 Erdbebenopfer eine Schule räumen. "Dutzende weitere Notunterkünfte" würden demnächst aufgelöst, sagte ein Mitarbeiter der UNO, der nicht namentlich genannt werden wollte.
Ein Mitarbeiter der haitianischen Regierung, der ebenfalls nicht mit Namen zitiert werden wollte, sagte, tausende Erdbebenopfer weigerten sich, die Notunterkünfte zu verlassen, obwohl ihre Häuser bereits wieder bewohnbar seien. Sie wollten in den Lagern bleiben, weil sie dort keine Miete bezahlen müssten und kostenlos mit Wasser und Lebensmitteln versorgt würden. Hilfsorganisationen stellten teilweise fest, dass Menschen aus ihren Wohnungen in die provisorischen Unterkünfte kommen, um von den Leistungen dort zu profitieren.
Bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 am 12. Jänner waren etwa 1,3 Millionen Menschen obdachlos geworden. 220.000 Menschen sind ums Leben gekommen.











