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Zuletzt aktualisiert: 05.04.2010 um 21:08 UhrKommentare

31-Jährige bei Lawinenunglück in Vorarlberg getötet

Bei einem Lawinenunglück in Partenen ist eine 31-jährige Tourengeherin aus Bayern tödlich verunglückt. Auch ihre drei Begleiter wurden verschüttet, konnten sich aber selbst bzw. gegenseitig ausgraben

Foto © APA

Eine 31-jährige Tourengeherin aus Deutschland ist am Ostermontag in Gaschurn-Partenen im Montafon von einer Lawine verschüttet und getötet worden. Die Frau war gemeinsam mit drei weiteren Wintersportlern unterwegs, von denen zwei ebenfalls von den Schneemassen begraben wurden. Das vierte, teilverschüttete Gruppenmitglied konnte sich selbst aus der Lawine befreien und zwei seiner Begleiter retten.

Für die 31-Jährige aus Garching bei München kam aber jede Hilfe zu spät, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Die vier Tourengeher - zwei Männer und zwei Frauen - stiegen bei Schneefall von der Wiesbadner Hütte über den Vermuntgletscher in Richtung Obere Ochsenscharte auf. Sie beabsichtigten zur Jamtalhütte und in weiterer Folge nach Galtür (Bezirk Landeck) abzufahren.

Gegen 12.00 Uhr löste das Quartett aber ein Schneebrett aus, das die Gruppe mit sich riss. Während die anderen drei Tourengeher bis zu eineinhalb Meter tief unter dem Schnee zu liegen kamen, wurde ein Wintersportler aus Mittenwald (Bayern) nur zum Teil verschüttet. Er konnte sich selbst befreien und mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät den zweiten Mann der Gruppe orten. Zunächst gelang es ihm, seinen Begleiter auszugraben, ehe die beiden Tourengeher anschließend zu zweit auch ihre verletzte Sport-Kollegin aus München retten konnten.

Die 31-Jährige hingegen verlor in den Schneemassen ihr Leben. Gegen 13.00 Uhr konnte sie nur noch tot geborgen werden, Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg. In weiterer Folge mussten die Tourengeher die Tote am Unglücksort zurücklassen. Im dichten Schneetreiben machten sie sich auf den Rückweg zur Wiesbadner Hütte, wo sie gegen 17.00 Uhr eintrafen und die Polizei verständigten.

Am Ostermontag herrschte in Vorarlberg erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Bereits am Samstag war ein 35-jähriger Steirer bei einem Lawinenabgang lebensgefährlich verletzt worden.


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