Tödlicher Streit unter Asylwerbern
Ein tödlicher Streit hat sich in der Nacht auf Samstag im Bezirk Amstetten zugetragen. Ein 29-jähriger Albaner hat einen Tschetschenen erstochen. Der mutmaßliche Täter ist flüchtig.

Foto © Helmuth Weichselbraun
In einer Flüchtlingsunterkunft im Mostviertel ist es in der Nacht auf Karsamstag zu einem tödlichen Streit unter Asylwerbern gekommen. Ein 30-jähriger Tschetschene wurde in Wallsee (Bezirk Amstetten) mit einem Brotmesser erstochen. Der mutmaßliche Täter Haki M., ein 29 Jahre alter Kosovare, war vorerst flüchtig, teilte Oberst Klaus Preining vom Landeskriminalamt NÖ mit.
Für das blutige Geschehen in einem ehemaligen Gasthaus in der Mostviertler Gemeinde am Freitag gegen 23.00 Uhr gibt es den Ermittlern zufolge keine unmittelbaren Zeugen. Der Stich mit dem etwa 40 Zentimeter langen Brotmesser traf den Tschetschenen in den Oberkörper. Das Opfer starb noch am Tatort, jede Hilfe durch ein Notarztteam kam zu spät. Ein Obduktionsergebnis lag zunächst nicht vor.
Bei den Einvernahmen in der Flüchtlingsunterkunft hörten die Kriminalisten laut Preining lediglich davon, dass es zwischen den Asylwerbern Streit gegeben habe. Vom Verdächtigen, dessen "Täterschaft nicht in Zweifel zu ziehen" sein dürfte, fehlte vorerst jede Spur. Haki M. wird als 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank beschrieben. Er hat kurze braune Haare und war u.a. mit einer rot-weiß-schwarzen Lederjacke mit unbekannter Aufschrift am Rücken bekleidet.
Der Tschetschene soll den Kosovaren zu überreden versucht haben, mit ihm zu trinken. Das spätere Opfer soll dazu auch wiederholt an der Tür des anderen Mannes geklopft haben. Es folgte ein Streit, an dessen Ende die Bluttat stand. Hinweise auf den flüchtigen Verdächtigen sind an den Dauerdienst des Landeskriminalamtes NÖ unter Tel. 059133-303333 erbeten.










