Forderung nach "Grundrecht auf Wasser"
Der Präsident der Parlamentarier-Versammlung des Europarats, Lluis Maria de Puig, hat ein Grundrecht auf Wasser vorgeschlagen.

Foto © Thomas GolserÜberlebensmittel Wasser
Dieses Recht solle sowohl in den Verfassungen der 47 Europaratsländer als auch in einem Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention verankert werden, forderte der spanische Sozialist am Freitag in einer Mitteilung an die Presse. An die 318 Mitglieder der Versammlung appellierte er, sich dafür in ihren nationalen Parlamenten einzusetzen.
Es müsse sichergestellt werden, dass die Regierungen allen Bürgern einen Zugang zu sauberem Wasser gewährleisteten, erklärte de Puig. Es könne nützlich sein, dies im Recht zu verankern. Chronische Wasserprobleme gebe es nicht nur auf der südlichen Erdkugel, sondern zunehmend auch in Mitteleuropa. Noch heute werde die Hälfte des Abwassers in Europa nicht geklärt. 41 Millionen Europäer hätten keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Nach Warnungen von UN-Experten könnten bereits 2013 bis zu vier Milliarden Menschen weltweit Probleme mit der Trinkwasserversorgung haben. Mehr als 20.000 Fachleute und Regierungsvertreter aus aller Welt beraten seit Montag beim fünften Weltwasserforum in Istanbul über Auswege und Lösungen.











