Zwei Alpinisten bei Schitouren tödlich verletzt
Klagenfurter (40) von Lawine verschüttet. Villacherin (43) stürzte in Slowenien 200 Meter in die Tiefe.

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Seit gestern 16.24 Uhr ist es traurige Gewissheit: Ein 40-jähriger Diplomingenieur aus Klagenfurt, der Sonntagabend von einer Schitour in Heiligenblut nicht mehr nach Hause zurückgekehrt war, ist tot. 25 Bergretter und sieben Alpinpolizisten starteten unter widrigsten Wetterverhältnissen, wie eisigem Sturm und hoher Lawinengefahr, gegen 12.30 Uhr im Bereich des Sandkopfes (3063 Meter) in der Goldberggruppe eine Suchaktion. In einer Seehöhe von 2600 Metern sichtete die Crew des Polizeihubschraubers "Libelle" einen Lawinenabriss. Pilot Stefan Pichler flog die Helfer unter extrem schwierigen Bedingungen zur Lawine. Polizei-Schäferhündin "Tina", die erst vor einer Woche nach einer umfangreichen Ausbildung ihren Dienst als Lawinensuchhund antrat, ortete den Alpinisten schließlich in einer Tiefe von eineinhalb Metern. Hundeführer Harald Radar, der auch Ortsstellenleiter der Bergrettung ist: "Der Mann dürfte bei der Abfahrt die Lawine ausgelöst haben."
Todessturz
Betroffenheit und Trauer herrschen auch bei Angehörigen, Freunden und Bekannten der 43-jährigen Villacherin Sabine O. Die erfahrene Alpinistin kam, wie von der Kleinen Zeitung berichtet, bei einer Schitour auf die kleine Mojstrovka (2332 Meter) im Gemeindegebiet von Kranjska Gora ums Leben.
Mit ihrem Begleiter, einem 50-jährigen Villacher, stieg die Frau vom Vri (1611 Meter) in den Morgenstunden zum Gipfel auf. Rund 400 Höhenmeter unter dem Ziel kam es kurz nach 10 Uhr zum Unfall. "Die Frau hat bei einem Spitzkehrenschritt mit ihren Tourenschiern das Gleichgewicht verloren und stürzte am rund 30 Grad steilen Hang über zwei Felsvorsprünge rund 200 Meter in die Tiefe", berichtet Andrej Robi?, Einsatzleiter der Bergrettungs-Ortsstelle Kranjska Gora. Der Villacher fuhr zur Verunglückten ab, ein slowenischer Schitourengeher, der Augenzeuge des Unfalls geworden war, schlug über Handynotruf Alarm. Minuten später startete der Armeerettungshubschrauber vom Stützpunkt am Flughafen Brnik.
In Kranjska Gora wurden die Bergretter aufgenommen. An der Unfallstelle angelangt, begannen Notarzt, Sanitäter und Bergretter sofort mit der Versorgung der Verunglückten. "Es ist uns gelungen, die Frau wiederzubeleben und für den Transport zu stabilisieren", schildert Robi?. Während des Fluges ins Krankenhaus Jesenice (Assling) versagten bei der Schwerverletzten erneut lebenswichtige Organe. Wieder gelang dem Rettungsteam die Reanimation. Im Spital verloren die Intensivmediziner dennoch kurze Zeit später den Wettlauf mit dem Tod.











