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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2010 um 11:48 UhrKommentare

Bärlauch-Saison beginnt - Verwechslungsgefahr

Foto © APA

Der Frühling schickt einen ersten Boten: In warmen Tälern schießt der Bärlauch bereits aus dem Boden, dank Sonne und Temperaturen weit über zehn Grad wird das grüne Blattgewächs bald das Gros feuchter Waldwiesen erobert haben. Beim Sammeln ist allerdings Vorsicht geboten: Äußerlich sieht das Gewächs Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich.

In der Volksmedizin wird der "wilde Knoblauch" als Mittel gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck verwendet. Auch als Entschlackungs-Pflanze und kulinarische Gaumenfreunde hat das gesunde Kraut seine Fans.

Während der stechende Knoblauchduft einmalig und meterweit wahrnehmbar ist, kann das äußere Erscheinungsbild täuschen. Wichtigstes Charakteristikum des Bärlauch: Seine Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine lanzettähnliche Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Beim Zerreißen riecht der Saft stark nach Knoblauch.

Bärlauch tritt oft zeitgleich mit der tödlich giftigen Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) auf. Deren Blätter sind schmal-länglich, sitzen ohne Stiel am im Boden steckenden Stängel und treiben in Büscheln aus dem Boden. Der Saft der Herbstzeitlose ist geruchlos. Bereits drei bis vier Blätter können tödlich sein. Dabei wirkt das in der Pflanze enthaltene Zellgift - Colchicin - erst nach Stunden. Erste Vergiftungserscheinungen treten in Form von Übelkeit und Erbrechen auf. Es folgen Durchfälle, Darm-, Blut- und Knochenmarkzellen werden zerstört, was nach etwa zwei Tagen zum Tod führen kann.

Verwechslungen mit Maiglöckchen (Convallaria majalis) haben meist nicht so gravierende Folgen: Giftig sind für den Menschen herzwirksame Glykoside, die Herzrhythmusstörungen verursachen können. Lebensgefährliche Vergiftungen sind selten.

Auch die Blätter der giftigen Garten-Tulpe (Tulipa-Hybriden), können für eine tödliche Verwechslung sorgen. Das Blumengewächs bildet, wenn es nicht zur Blüte kommt, nur ein einzelnes Blatt aus, das dem Bärlauch ähnelt. Darin befindet sich Tulipin, das eine ähnliche Wirkung wie das Colchicin der Herbstzeitlose besitzt. Starke Vergiftungen führen im schlimmsten Fall zum Tode.

Quelle: APA

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