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Zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 um 20:36 UhrKommentare

Die Pollensaison steht vor der Tür

Mit dem Pollenflug von Erle und Haselstauden beginnt die Allergiesaison. 30 Prozent Betroffene.

Foto © APA

Der "Heuschnupfen" ist wieder da. Augen tränen, Nasen rinnen und Schleimhäute jucken. Schuld daran sind derzeit die Blütenpollen von Erle und Haselstauden. Wer an einer Allergie leidet, sollte jetzt möglichst rasch einen Facharzt für Dermatologie, Kinderkrankheiten oder HNO aufsuchen.

Isolde Rudolf, Chefin der Allergieambulanz am Landeskrankenhaus (LKH) Klagenfurt: "Um die akuten Beschwerden zu lindern, gibt es Augen- und Nasentropfen. Auf längere Sicht sollte sich der Patient jedoch einer Immuntherapie unterziehen."

Ein Allergietest hilft

Eine solche beginnt mit einem Allergietest, bei dem die Auslöser in geringen Dosen auf dem Unterarm des Patienten appliziert werden. Allergie-Auslöser sind diejenigen Pollen, die auf der Haut eine Rötung, also eine Reaktion auslösen. Die wiederum werden in der Folge in steigender Dosis injiziert, damit der Körper die Abwehrstoffe produzieren kann.

Die Zahl der Allergiker wird immer größer. Rudolf: "Fast 30 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen." Die Gründe dafür: Die intensive Hygiene ist dafür verantwortlich, dass der Körper des modernen Menschen immer weniger Antikörper produziert. Andererseits ist die Umweltbelastung schuld daran, dass die Pollen immer aggressiver werden.

Für Allergiker in Kärnten wird im Internet ein spezielles Service angeboten. Unter www.pollenwarndienst.ktn.gv.at findet man ausführliche Informationen über den aktuellen Pollenflug, Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren und Tipps für Allergiker. An verschiedenen Orten des Landes sind "Pollenfallen" aufgestellt, aus deren Auswertung ermittelt wird, welche Pollen gerade durch die Luft fliegen: Daran ist zu erkennen, dass die Leidenszeit für Allergiker im Februar mit Erlen und Haselstauden beginnt und im September mit Taubenkraut endet.

Nach Angaben von Elisabeth Oberleitner vom Gesundheitsamt des Landes wird diese Homepage demnächst durch einen "Beschwerdekalender" ergänzt. Damit soll den Ärzten, die sich auf Allergiker spezialisiert haben, die Diagnosestellung erleichtert werden. Hotline für

Allergiker: 0 800 20 15 29.

ROBERT BENEDIKT

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