Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
26. Mai 2012 12:58 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332893 Mitglieder | 322 online
Schütze feuerte in Finnland in Menschenmenge Schuss auf Sohn: Zustand des Buben "sehr sehr kritisch" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Schütze feuerte in Finnland in Menschenmenge Schuss auf Sohn: Zustand des Buben "sehr sehr kritisch"
Zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 um 15:23 UhrKommentare

Päpstliches Entschuldigen und millionenschwere Entschädigungen

Weltweit haben Missbrauchskandale die katholische Kirche tief erschüttert. Der Vatikan rüttelt jetzt am Tabu - angeblich wird über eine Aufhebung des Zölibats für Priester diskutiert.

Foto © APA

Österreich

Wie in Deutschland werden in Österreich derzeit fast täglich neue Missbrauchsfälle bekannt. Der Erzabt des Stiftes St. Peter in Salzburg räumte ein, vor 40 Jahren Minderjährige missbraucht zu haben - und trat zurück. In Oberösterreich wurden drei Patres ihres Amtes enthoben, die sich an einem kirchlichen Gymnasium an Schülern vergangen haben sollen. Bereits Mitte der 90er Jahre erschütterte der Skandal um den damaligen Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groer die Katholiken in der Alpenrepublik. Ehemalige Zöglinge warfen dem erzkonservativen Geistlichen vor, sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Groer trat schließlich zurück.

Deutschland

Über Jahre haben Geistliche an katholischen Schulen in ganz Deutschland Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht. Seit Ende Jänner sind weit mehr als hundert Fälle in den meisten der 27 deutschen Bistümer ans Licht gekommen.

Irland

Im erzkatholischen Irland sorgte ein im Auftrag der Regierung erstellter Untersuchungsbericht Ende November für Aufsehen: Jahrzehntelang vertuschten Würdenträger der Erzdiözese Dublin demnach Vergewaltigungen und Misshandlungen von Minderjährigen durch Geistliche, insgesamt ist von 14.500 Opfern die Rede. Papst Benedikt entschuldigte sich für die "abscheulichen Verbrechen", dem Klerus warf er Versagen vor. Die irischen Bischöfe bestellte das Kirchenoberhaupt Mitte Februar zum Rapport nach Rom. Demnächst will er sich in einem Pastoralschreiben an die irischen Katholiken wenden.

USA

Durch pädophile Priester hat die katholische Kirche in den USA nicht nur viel Ansehen, sondern auch eine Menge Geld verloren. Allein im Jahr 2008 zahlten die Bistümer mehr als 400 Millionen Dollar an Entschädigung, im Jahr davor waren es sogar mehr als 500 Millionen Dollar. Mehrere US-Diözesen mussten unter der finanziellen Last Konkurs anmelden. Bei seinem USA-Besuch im Frühjahr 2008 drückte Papst Benedikt XVI. seine "tiefe Scham" über die Ereignisse aus und traf sich mit Opfern. Nach Schätzungen der US-Kirche wurden seit den 60er Jahren 14.000 Menschen von bis zu 5.000 Priestern missbraucht.

Niederlande

Der niederländische Missbrauchskandal kam Ende Februar durch Enthüllungen über sexuelle Übergriffe an einem Internat des Salesianer-Ordens ins Rollen. Seitdem meldeten sich mehr als 350 Opfer bei der kirchlichen Organisation Hulp en Recht (Hilfe und Recht). Die Vorwürfe reichen bis zu sechs Jahrzehnte zurück und betreffen vor allem Internate im ganzen Land. Die niederländische Bischofskonferenz lässt die Fälle von externen Ermittlern untersuchen.

Australien

Als Papst Benedikt im Sommer 2008 zum 23. Weltjugendtag nach Sydney fuhr, musste er sich auch hier mit der dunklen Seite seiner Kirche auseinandersetzen. Opferverbände warfen den australischen Bischöfen vor, nicht angemessen mit dem Missbrauchsproblem umzugehen. Zwar hatte sich die australischen Kirche bereits 2002 für sexuelle Übergriffe auf Minderjährige entschuldigt, jedoch wurden Vorwürfe gegen den Erzbischof von Sydney laut, Opfern Schweigegeldzahlungen angeboten zu haben. Benedikt XVI. sprach am Rande seiner Reise mit mehreren Missbrauchsopfern, deren "Schmerzen und Leid" er zutiefst bedauerte.

Kanada

Im Mittelpunkt des kanadischen Missbrauchskandals stehen Ureinwohner-Kinder, die seit Ende des 19. Jahrhunderts im Auftrag der Regierung in von der katholischen und anderen christlichen Kirchen geführte Internate gesteckt worden waren. Dabei wurden rund 80.000 Schüler misshandelt oder sexuell missbraucht. Die Kirchen und die Regierung in Ottawa zahlten Entschädigungen in Höhe von umgerechnet mehr als 700 Millionen Euro, Papst Benedikt bedauerte im April 2009 die Verwicklung katholischer Geistlicher.


Steiermark > Graz

Wolkig
Graz
min: 8° | max: 20°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Faymann frühstückte mit Dalai Lama

Bundeskanzler Faymann hat Samstag früh den Dalai Lama im Beisein von Kar...Noch nicht bewertet

 


Fotoserien

St. Pölten: Bluttat in Schule 

St. Pölten: Bluttat in Schule

 

Events & Tickets

Die Hochzeit - Öblarner Festspiele Tipp

Die Hochzeit - Öblarner Festspiele

14.07.12 Öblarn
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang