Wiener Nacht-U-Bahn startet Anfang September

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Die Wiener Nacht-U-Bahn startet am ersten Septemberwochenende - also in der Nacht auf Samstag, den 4. September. Das haben Vizebürgermeisterin Brauner und Wiener-Linien-Geschäftsführer Steinbauer am Donnerstag angekündigt. Die Züge werden in Intervallen von 15 Minuten unterwegs sein. Der nächtliche Betrieb der U-Bahn am Wochenende sowie vor Feiertagen war das Ergebnis einer Volksbefragung.
Die zusätzlichen Kosten für den Nachtbetrieb werden rund fünf Mio. Euro pro Jahr betragen. Die Summe setzt sich laut Steinbauer wie folgt zusammen: Die Kosten für Fahrdienst, Aufsicht und Sicherheit werden auf 2,6 Mio. Euro geschätzt. Der Bereich Infrastruktur schlägt mit 3,2 Mio. Euro zu Buche, wobei hier allein die Stromkosten 1,5 Mio. Euro ausmachen.
Abgezogen werden Einsparungen beim Nachtbusnetz (minus 0,8 Mio. Euro), da dieses am Wochenende verkleinert wird. Ab September wird es somit zwei Liniennetze für die Nightlines geben. An Werktagen sind diese wie bisher unterwegs. Am Wochenende wird auf die U-Bahn Rücksicht genommen: Parallelführungen sollen vermieden werden, hieß es. Dafür wird es neue Strecken von und zu U-Bahn-Stationen geben.
Die logistischen Vorbereitungen sind laut Wiener Linien im Laufen. So werden etwa bereits die Fahrpläne berechnet und die Dienstpläne ausgearbeitet. Auch eine eigene Betriebsvereinbarung wird verhandelt.
Die Wiener Linien stehen auch bereits in Gesprächen mit der Polizei, um die Sicherheit in den Stationen und Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Zum Einsatz kommen in der Nacht vor allem Garnituren, die mit Videoüberwachung ausgerüstet sind.
Vizebürgermeisterin Brauner hob hervor, dass von vergleichbaren Städten in Europa nur Hamburg und Stockholm einen U-Bahn-Nachtbetrieb anbieten. Dort sei das Ticket jedoch teurer. In Wien werden, so wurde jedenfalls versichert, die Fahrscheinpreise nicht steigen.











