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Zuletzt aktualisiert: 07.03.2010 um 13:09 UhrKommentare

Untypisch starker Schneefall im März

Der Winter hält sich auch in der kommenden Woche hartnäckig. Es bleibt weiterhin eisigkalt und zur Wochenmitte kommt auch wieder einiges an Neuschnee dazu.

Foto © APA

Die kräftigen Schneefälle Anfang März sind für die Klimatologen etwas Ungewöhnliches: Nach ersten Auswertungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) handelt es sich beim Schneefall der vergangenen 24 Stunden um ein etwa zehnjährliches Schneefallereignis - also eine Schneemenge wie sie in den Niederungen Anfang März statistisch gesehen nur alle zehn Jahre vorkommt.

Von den Schneefällen am meisten betroffen war der Bregenzerwald, das Kleinwalsertal und das Arlberggebiet. "Es hat aber entlang der ganzen Alpennordseite kräftig geschneit: von Vorarlberg bis in den niederösterreichischen Alpenbereich, wo zum Beispiel in Lunz am See 17 Zentimeter gefallen sind", erklärte Monika Weis, Meteorologin an der ZAMG in Innsbruck.

Auch die neue Arbeitswoche bleibt ungewöhnlich winterlich: Strenger Nachtfrost und Nachmittagstemperaturen um die null Grad. "Vor allem die Nächte auf Montag und Dienstag werden bitterkalt", sagte Weis: "Wir erwarten uns in den höher gelegenen Alpentälern um die minus 15 Grad und knapp darunter, im Flachland bis minus Grad." ~ ZAMG Neuschneehöhe, 7. März 2010, 7:00 Uhr Ort cm Mittelberg 47 Mellau 35 Sulzberg 34 Schröcken 28 Langen am Arlberg 27 Warth am Arlberg 20 Reutte in Tirol 18 Lunz am See 17 Mariazell 16 Bregenz 15 Salzburg 15 Kitzbühel 14 Seefeld 13 Innsbruck 10 Kufstein 10 Bludenz 10 Fraxern 10 Mondsee 10 ~

Wochenüberblick

Am Montag beginnt vielerorts der Tag mit Sonnenschein, lediglich im Norden und Osten ist es bereits wolkig bis stark bewölkt. Hier ziehen tagsüber immer wieder Schneeschauer durch, gefolgt von kurzen sonnigen Phasen. Zumeist trocken und recht sonnig präsentiert sich das Wetter im Westen und Süden, nur vereinzelt sind am Nachmittag leichte Schneeschauer möglich. Der Wind, hauptsächlich aus Nord bis Nordost, bläst schwach bis mäßig, im Rheintal mitunter recht lebhaft. In der Früh gibt es neuerlich zumindest mäßigen Frost, die Temperaturminima reichen von minus 16 Grad in einigen Alpentälern bis minus vier Grad in der Wiener Innenstadt. Tagsüber kommen Temperaturmaxima zwischen minus fünf und plus vier Grad zustande.

Am Dienstag gibt es weiterhin kaltes Winterwetter, wobei der freundliche Wettercharakter überwiegt. Einige Sonnenfenster sind vor allem in Vorarlberg, Ober- und Niederösterreich sowie in Wien und im Burgenland zu erwarten. Mehr Wolken sind in den Nordalpen anzutreffen, dabei gehen gelegentlich leichte Schneeschauer nieder. Im Laufe des Tages nimmt die Bewölkung von Süden her zu, erste Schneeflocken können sich dann auch in Unterkärnten, der südlichen Steiermark und im Südburgenland bemerkbar machen. Der Wind bläst mäßig bis lebhaft aus Nord bis Ost und verschärft das Kälteempfinden. In der Früh Temperaturen zwischen minus 14 und minus vier Grad, am Nachmittag zwischen minus vier und plus drei Grad.

Am Mittwoch schließen sich im Laufe des Vormittags allmählich die letzten Sonnenfenster im Norden und Osten, sonst präsentiert sich der Himmel in weiten Teilen Österreichs wolkenverhangen. Lediglich im äußersten Westen wechseln ganztägig dichte Wolken und kurze sonnige Phasen einander ab. Bereits in der Früh setzt zudem von Süden her zeitweiliger Schneefall ein, bis zum Nachmittag schneit es dann in Osttirol, Kärnten, der südlichen Steiermark sowie im Südburgenland. Aber auch im übrigen Österreich sind einzelne Schneeflocken nicht völlig ausgeschlossen. Der Wind kommt schwach bis mäßig, im Norden teils lebhaft aus Nordost bis Südost. In der Früh umspannen die Temperaturen minus zehn bis minus zwei Grad. Tagsüber werden minus drei bis plus vier Grad erreicht.

Am Donnerstag bestimmen dichte Wolken das Wettergeschehen in ganz Österreich. Vor allem in der Osthälfte des Landes schneit es immer wieder, teils auch anhaltend. Westlich von Salzburg ist hingegen nur am Nachmittag mit leichtem Schneefall zu rechnen, in tiefen Lagen mischen sich mitunter auch einige Regentropfen dazu. Es weht schwacher bis mäßiger Wind vorwiegend aus Nord bis Südost. Die Temperaturen steigen von minus neun bis minus ein Grad in der Früh tagsüber auf Höchstwerte zwischen minus drei und plus vier Grad.

Am Freitag zeigt sich der Himmel meist stark bewölkt bis bedeckt. Kurze sonnige Auflockerungen zwischendurch gehen sich meist überall aus. Besonders entlang der Alpennordseite regnet oder schneit es zeitweise noch leicht, einzelne Schauer sind aber auch im Süden nicht auszuschließen. Die Schneefallgrenze bewegt sich zwischen tiefen Lagen im Osten und 700 Metern im Westen, in den südlichen Landesteilen fällt der Schnee nur auf etwa 900 Metern herab. Dazu weht schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nord. Die Frühtemperaturen liegen zwischen minus sieben und null Grad, die Höchstwerte zwischen minus eins und plus fünf Grad.


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