Stöger verteidigt sich in Sachen Listeriose-Käse

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Der Lebensmittelskandal um Listeriose-verseuchten Käse hat den Auftakt der Regierungsklausur in Graz dominiert. Vizekanzler Pröll berichtete, man habe sich von Gesundheitsminister Stöger ausführlich erklären lassen, wie nun der Ablauf bei der Aufdeckung des Skandals bzw. bei der Information der Bevölkerung verlaufen sei - und die Ausführungen des Ressortchefs seien "glaubhaft" gewesen.
Stöger gab eine Stunde danach selbst eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz, in der er seinen Vortrag an die Regierung für die Medien wiederholte. Versäumnisse sah der Gesundheitsminister nicht. Dass es vom ersten Bericht, wonach sich Listerien-Fälle bei Patienten häuften, bis zur Entdeckung des dafür verantwortlichen Produktes drei Monate gedauert hat, sieht er als "kurze Zeit".
Der Minister argumentiert dies damit, dass es zunächst schwierig gewesen sei, jenes Lebensmittel zu eruieren, das für die gesundheitlichen Probleme verantwortlich gewesen ist. Am 27. Oktober 2009 habe die AGES von den Krankheitsfällen erfahren, am 23. November sei man dann vom ersten Todesfall informiert worden.
Versucht worden sei nun, durch Lebensmittel-Einkaufslisten der Erkrankten eine Spur zum kontaminierten Lebensmittel zu erhalten. Am 22. Dezember seien zwei Listen eingetroffen, dann hat es allerdings bis 13. Jänner 2010 gedauert, bis klar wurde, dass ein Käse der Verursacher sein dürfte. Am 15. Jänner sei man auf den Quargel gestoßen. Dass es hier durch die Weihnachtsferien zu einer Verzögerung bei der Aufdeckung gekommen sein könnte, wollte Stöger nicht bestätigen.
Die ersten Verunreinigungen von Käse mit Listerien könnten bereits im Frühjahr 2009 passiert sein: Davon ist die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) überzeugt.










