Schwertwale - Raubtiere als Touristenattraktion
Trotz unbändiger Kraft und scharfer Zähne sind Schwertwale eigentlich friedliche und soziale Wesen.

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Schwertwale (Orcinus orca) sind die größten Vertreter der Delfin-Familie. In einigen Tierparks und Aquarien werden sie als Touristenattraktion vorgeführt, doch in freier Wildbahn sind die Meeressäuger geschickte Raubtiere. Neben Fischen und Tintenfischen jagen Orcas auch Seekühe, Robben, Meeresvögel und sogar andere Wale. Wenn sie der Hunger treibt, können sie mit einem Flossenschlag sogar Haie betäuben und in riesigen Sätzen über Eisschollen hechten, um ihre Beute anzugreifen. Das brachte ihnen auch den Beinamen Killerwal ein.
Trotz der 40 bis 56 scharfen Zähne sind Orcas aber friedliche und soziale Tiere. In Herden von bis zu 30 Artgenossen durchstreifen die schwarz-weiß gezeichneten Meeressäuger mit der charakteristischen Rücken-Finne die Weltmeere. Sie jagen gemeinsam und teilen die Beute. Schwertwale können über neun Meter lang werden. Männchen erreichen ein Körpergewicht von bis zu 10,5 Tonnen, Weibchen von bis zu 7,4 Tonnen. Im Durchschnitt werden Orcas 50 bis 60 Jahre, Weibchen sogar bis zu 90 Jahre alt.
"Intelligente" Tiere
Die wegen ihrer hochgezogenen Mundwinkel scheinbar ewig lächelnden Delfine umgibt seit jeher ein Mythos von Intelligenz. Sie retteten Menschen und lernen schnell akrobatische Tricks. Doch Untersuchungen ergaben, dass viele ihrer scheinbar klugen Handlungen nur Instinkten folgen.
Der berühmteste Killerwal war "Keiko". Das Schwertwalmännchen spielte von 1993 bis 1997 die Hauptrolle in den drei "Free Willy"- Filmen. Für die Auswilderung des seit 1979 in Gefangenschaft lebenden Wals wurden mehr als 20 Millionen Dollar (rund 16,3 Millionen Euro) ausgegeben. Im Dezember 2003 starb der 27 Jahre alte Orca nach nur einem Jahr in Freiheit an der norwegischen Westküste.










