Massive Vorwürfe gegen Zahnarzt aus NÖ

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Nach mutmaßlichen Behandlungsfehlern ist ein Zahnarzt aus Niederösterreich mit zahlreichen Beschwerden von Patienten konfrontiert. Der Mann, der laut Patientenangaben aus dem südlichen Wiener Umland stammt, erhielt in den vergangenen zwei Jahren 16 Beschwerden, sagte der NÖ Patientenanwalt Gerald Bachinger am Mittwoch. Statistisch gesehen bekommt ein Zahnarzt alle zehn Jahre eine Beanstandung.
Bei den 16 Fällen, betroffen sind Frauen und Männer verschiedenen Alters, seien "offenkundige fachliche Mängel vorgelegen", so Bachinger. Teilweise soll der Mediziner auch versucht haben, Patienten mit tiefen Preisen zu ködern, die dann im Laufe der Behandlung anstiegen. Speziell bei Implantaten und Brücken habe es oft Probleme gegeben, berichtete der Patientenanwalt.
Ein "sehr negatives Zeichen" sei, dass der Arzt bisher in 13 der 16 Fälle eine außergerichtliche Einigung seitens der Schiedsstelle der NÖ Ärztekammer abgelehnt habe. "Fehler kann jeder machen, aber dann muss man auch dazu stehen", betonte Bachinger. Viele der Patienten seien nicht rechtsschutzversichert, eine Klage sei also für die Betroffenen auch eine Geldfrage und mit Risiko verbunden - als Kläger müsse man Anschuldigungen schließlich auch voll beweisen können.
In einem Fall wurde der Gerichtsweg bereits beschritten - der Kläger ist aber kein Patient: Der Zahnarzt klagte eine Patienten, nachdem diese die Bezahlung der Behandlung verweigert hatte. Thematisiert werden im laufenden Verfahren aber natürlich auch der mutmaßliche Behandlungsfehler, sagte Bachinger. Ob auch die übrigen Betroffenen klagen werden, ist noch ungewiss. Der Zahnarzt wies gegenüber dem ORF den Vorwurf fachlicher Mängel zurück.











