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Zuletzt aktualisiert: 13.02.2010 um 10:44 Uhr

Tourengeher nach Lawinenabgang verstorben

Jener Tourengeher, der am Freitagvormittag am Schwarzkogel verschüttet worden war, ist im LKH Klagenfurt verstorben. Der 42-Jährige war von seinen drei Kameraden aus den Schneemassen ausgegraben worden, konnte aber nicht mehr gerettet werden.

Schwierige Bergung wegen des schlechten Wetters: Der Villacher ist bereits der 17. Lawinentote innerhalb der vergangenen Wochen in Österreich

Foto © SobeSchwierige Bergung wegen des schlechten Wetters: Der Villacher ist bereits der 17. Lawinentote innerhalb der vergangenen Wochen in Österreich

Trotz Warnung von Experten waren in den vergangenen Wochen zahlreiche Wintersportler in ganz Österreich im freien Gelände unterwegs und lösten mehrere Lawinen aus. Trauriges Fazit: 17 Tote.

Am Freitag verstarb wieder ein 42-jähriger Tourengeher nach einem Lawinenabgang in den Karawanken. Der Mann machte am Vormittag mit drei weiteren Villachern eine Schitour auf dem Schwarzkogel bei Finkenstein, als gegen 11.30 Uhr das Unglück geschah. "Bei der Abfahrt ist der Mann vorgefahren und hat anscheinend ein Schneebrett gelöst", sagt Roland Rauter, der als Einsatzleiter der Bergrettung und Notarzt versuchte dem Verunglückten das Leben zu retten. "Seine Kameraden konnten den Mann mithilfe des Lawinenpiepsers schnell finden und aus zwei Metern Tiefe ausgraben." Allerdings lag der Mann über 30 Minuten unter dem Schnee begraben und war stark abgekühlt.

35 Retter im Einsatz

Seine Freunde versuchten den 42-Jährigen an Ort und Stelle zu reanimieren - fast zwei Stunden lang. Erst dann konnten die Rettungskräfte den Verunglückten übernehmen. "Es war so nebelig, dass der Hubschrauber nicht fliegen konnte", weiß Rauter, der mit 33 Bergrettern und fünf Alpinpolizisten zur Unglücksstelle auf 1800 Meter Seehöhe aufsteigen musste. "Es war extrem gefährlich, die Hänge dort oben sind sehr, sehr steil und die Lawinengefahr ist groß." Für 800 Höhenmeter brauchten sie eine Stunde. Als sie oben ankamen, hatte der Mann nur mehr eine Körpertemperatur von 20 Grad. An einen Transport ins Tal war wegen des kritischen Zustandes des Mannes nicht zu denken. Als sich gegen 14 Uhr kurz der Nebel lichtete, konnte er vom Hubschrauber geborgen werden. Im LKH Klagenfurt verstarb der Villacher allerdings kurze Zeit später.

Seit Tagen warnt der Lawinenwarndienst für Kärnten vor Schitouren abseits der gesicherten Pisten. In den Bergen ist die Lawinengefahr erheblich (Warnstufe 3) bis groß (Warnstufe 4). "Zurzeit würde ich jedem von einer Schitour abraten, es ist zu gefährlich", sagt Rauter.

ESTHER FARYS

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Antenne Roland Rauter von der Bergrettung Villach zum Unglück

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Antenne Wielfried Ertl zur aktuellen Lawinengefahr

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