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Zuletzt aktualisiert: 12.02.2010 um 13:35 UhrKommentare

Haiti gedenkt der Erdbeben-Opfer

Foto © APA

Mit einem nationalen Trauertag hat Haiti am Freitag der 217.000 Todesopfer des Erdbebens vor genau einem Monat gedacht. Dabei sollte im Laufe des Tages nahe des in Ruinen liegenden Präsidentenpalastes in der Hauptstadt Port-au-Prince eine zentrale Gedenkfeier stattfinden. Die Haitianer waren aufgerufen, sich zum Andenken an die Toten in schwarz oder weiß zu kleiden.

Haitis Regierung kündigte im Vorfeld der zentralen Gedenkfeier an, in mehreren Notunterkünften der Hauptstadt Großbildschirme aufstellen zu lassen, damit möglichst viele Menschen die Zeremonie verfolgen können. Bei dem Erdbeben am 12. Jänner starben 217.000 Menschen, etwa 300.000 wurden verletzt. Das Epizentrum der Erdstöße mit einer Stärke von 7,0 befand sich nur 15 Kilometer von Port-au-Prince entfernt. Nach Schätzung der Vereinten Nationen sind von insgesamt neun Millionen Haitianern derzeit etwa 1,2 Millionen obdachlos.

Infrastruktur, Logistik und die Versorgung mit Hilfsgütern haben sich aber offenbar so weit verbessert, dass Millionen Haitianer mittlerweile versorgt und ihre akute Not gelindert werden konnte. Laut World Food Programme benötigen die Erdbebenopfer weiterhin vor allem Wasser, Unterkunft und Nahrungsmittel. Die Österreichischen Hilfsorganisationen haben unterdessen ihre Projekte erfolgreich "installiert", die Versorgung der Menschen läuft auf Hochtouren.

Der bevorstehenden Regenzeit sehen derweil internationale Hilfsorganisationen mit Sorge entgegen. Der Leiter des französischen Roten Kreuzes, Jean-Francois Mattei, warnte vor einem "zweiten Drama". Mit dem Regen steigt die Gefahr von Epidemien. US-Meteorologen befürchten gar, dass Haiti schwer von der diesjährigen Hurrikan-Saison betroffen werden könnte.

Die zehn US-Bürger, die in Haiti wegen Kindesentführung angeklagt waren, sind unterdessen freigesprochen worden. Ein Richter ordnete die Freilassung der Amerikaner an. Diese waren am Mittwoch durch die Eltern der Kinder entlastet worden.

Quelle: APA

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