Lawinen-Opfer bald schneller auffindbar?
Neue Hoffnung im Ernstfall: Ein in Tirol entwickeltes, neues Lawinenortungssystem könnte mithelfen, Lawinenopfer schneller zu finden.

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Nach Angaben der Universität Innsbruck vom Mittwoch soll die notwendige luftfahrtbehördliche Zertifizierung des Systems im März abgeschlossen sein. Das neue luftgestützte Radarsystem könnte das im Fall des Falles herkömmliche Suchmethoden ergänzen.
Entwickelt wurde das neue System vom Tiroler "alpS", dem Zentrum für Naturgefahren- und Risikomanagement, gemeinsam mit der Universität Innsbruck. "PASS" - Personal Avalanche Secure System entstand im Rahmen eines mehrjährigen, öffentlich geförderten Forschungsprojekts (Kplus) und stehe nun nach knapp fünfjähriger Entwicklungs- und Testphase kurz vor der Praxiseinführung.
Hindernisse orten
Durch die am Hubschrauber angebrachte Radarantenne werden hochfrequente Impulse auf einen Lawinenkegel gerichtet. Dabei wird das Gelände rasterförmig überflogen. Die ausgestrahlten Signale dringen im trockenen Schnee bis zu zehn Meter tief ein und reflektieren an Hindernissen. Herzstück des Systems ist eine spezielle, maßgeblich an der Universität Innsbruck entwickelte Software, die in Echtzeit die Mächtigkeit der Schneedecke auf einem Bildschirm anzeigt und Verschüttete - im Idealfall lebend - automatisiert darin ortet.
Nach der Zertifizierung soll "PASS" in einer Zusammenarbeit mit den entsprechenden Rettungsorganisationen unter Realbedingungen testweise eingesetzt werden. In Zukunft soll das System durch den Entwicklungspartner "Wintertechnik Engineering GmbH" weltweit vertrieben werden.
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Gefahr besteht weiter
In den Vorarlberger Bergen herrschte am Mittwoch oberhalb von 2.000 Metern teilweise immer noch erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfteiligen Skala. Andreas Pecl vom Lawinenwarndienst rechnete im Tagesverlauf bei Schneefall mit einem weiteren leichten Anstieg der Schneebrettgefahr.
Die Lawinengefahr bleibt in Oberösterreich hoch. Sie wird vom Warndienst des Landes als "erheblich" (Stufe 3) eingeschätzt - Tendenz gleichbleibend.
Auch in Niederösterreich, Tirol und Salzburg besteht durch den Neuschnee wieder erhöhte Lawinengefahr.










