Shuttle "Endeavour" zur ISS-Raumstation gestartet

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Der Space-Shuttle "Endeavour" ist mit sechs Astronauten an Bord zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Raumfähre hob am Montag um 4.14 Uhr Ortszeit (10.14 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab. Es sei ein brillanter Nachtflug, sagte ein Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA.
Ein Startversuch am Sonntag war wegen schlechten Wetters abgebrochen worden. Es war der letzte Nachtstart und die fünftletzte Reise eines Shuttle insgesamt. Die NASA will ihre Raumfähren gegen Ende des Jahres einmotten.
Die "Endeavour" bringt ein neues Modul zur ISS. Die Europäische Raumfahrtbehörde (ESA) erklärte, an Bord des Shuttles befänden sich "zwei Vorzeigestücke europäischer Ingenieurskunst: der 'Tranquility' genannte Verbindungsknoten Nr. 3 (Node-3) und die Beobachtungskuppel 'Cupola'". Mit der Montage dieser beiden ISS-Module sei der Ausbau des nicht-russischen Teils der ISS abgeschlossen.
Mit "Tranquility" steht auf der ISS nicht nur mehr Platz für Gerät und für die Astronauten zur Verfügung, wie die ESA erklärte. Der Verbindungsknoten Nr. 3 werde das "Herz der lebenserhaltenden Systeme auf der ISS" und solle die CO2-Abfuhr, die Sauerstoffversorgung und die Wasseraufbereitung sicherstellen. Die Beobachtungskuppel sei die bisher größte und komplexeste in den Weltraum beförderte Fensterstruktur.
Die "Endeavour" soll am Mittwoch an der ISS andocken. Eine erste Überprüfung der Startvideos ergab, dass zwar einige Teile von der Isolierung des großen Zusatztanks abbrachen, davon traf aber offenbar keines die Raumfähre.
Auch wenn noch nicht klar ist, wie die bemannte Raumfahrt der NASA in Zukunft aussehen soll, so ist doch die Internationale Raumstation einer der Gewinner in den von Präsident Obama bekanntgegebenen Pläne. So soll die ISS bis mindestens 2020 betrieben werden, was erheblich länger ist als bislang geplant.











