Schon 15 Lawinen-Tote in dieser Wintersaison

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15 Lawinentote hat diese Wintersaison bereits gefordert, allein zwölf seit Beginn der ersten Semesterferienstaffel. Zum Vergleich: Im Schnitt sterben jährlich 26 Menschen unter einer Lawine. In der vergangenen Saison waren es mit 32 Opfern weitaus mehr. Zuletzt starb in der Nacht auf Montag ein deutscher Tourist in Tirol. Er war am Vortag von einem Schneebrett erfasst und schwer verletzt worden.
Montagmittag wurde auf der Nordkette oberhalb von Innsbruck eine Person verschüttet. Die Schneemassen lösten sich laut ersten Informationen der Polizei im Bereich der Gleirschspitze. Die Bergungsarbeiten wurden am Nachmittag wegen erneuter Gefahr abgebrochen, es war zu einer Nachlawine gekommen. Nach Sonnenuntergang sollte die Suche fortgesetzt werden.
Dem deutschen Skiführer war eine Variantenabfahrt am Pitztaler Gletscher zum Verhängnis geworden. Der aus Baden-Württemberg stammende Tourist wurde von einer Lawine 300 Meter weit mitgerissen und unter den Schneemassen begraben. Sein 37-jähriger Landsmann blieb unverletzt, konnte noch einen Notruf absetzen, den Verschütteten orten und aus den Schneemassen befreien. Dennoch starb dieser in der Nacht auf Montag in der Innsbrucker Universitätsklinik.
Die Gefahr von Lawinen bleibt unterdessen weiter bestehen: In Tirol erwarten Experten keine rasche Entspannung, abseits der gesicherten Pisten bestand auch am Montag "erhebliche" Lawinengefahr, die Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Auch in Niederösterreich wurde von den Ybbstaler Alpen bis zur Rax-Schneeberggruppe weiterhin vor "erheblicher" Lawinengefahr gewarnt.
Ebenso in Vorarlberg: Oberhalb von 1.800 Metern galt wie an den Tagen zuvor Stufe 3. Im Bundesland Salzburg blieb die Lawinengefahr kritisch, wenngleich in den Hohen Tauern von Warnstufe 4 auf 3 reduziert wurde. Auch im übrigen Salzburg - wie auch in Oberösterreich, in der Obersteiermark und in Kärnten - ist die Gefahr erheblich.










