Richterin in Testamentsfälschungen verwickelt?
Eine aktive Richterin am Landesgericht Feldkirch ist laut einem Bericht des ORF Vorarlberg verdächtig, in die Testamentsfälschungsaffäre am Bezirksgericht Dornbirn involviert zu sein. Sie soll demnach Mitarbeiter beauftragt haben, Testamente auch zu ihren Gunsten zu fälschen. Angehörige der Frau sollen so rund ein Mio. Euro geerbt haben. Die Richterin wies die Vorwürfe aufs Schärfste zurück.
Die Staatsanwaltschaft Feldkirch bestätigte auf APA-Anfrage eine Verwicklung einer aktiven Richterin in den Fall, wollte aber zu den Details der Vorwürfe nicht Stellung nehmen. Für alle Beteiligten gelte die Unschuldsvermutung, so der leitende Staatsanwalt Pflanzner. Der Ermittlungskomplex rund um die Juristin und weitere Beschuldigte werde infolge Befangenheit als gesonderter Akt an die Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck abgegeben. Die Ermittlungen zu den übrigen Fällen - derzeit ist von rund 20 die Rede - würden weiter in Feldkirch geführt.
Das Oberlandesgericht Innsbruck, das als Dienstbehörde zuständig ist, teilte am Sonntagabend mit, dass man "erst seit kurzem und derzeit nur bruchstückhaft" über die Verdachtsmomente gegen die Richterin informiert sei. Bisher lägen nur wenige Aktenstücke vor, die eine Beurteilung in dienstrechtlicher Sicht noch nicht erlaubten. Es gelte die Unschuldsvermutung.
Die Richterin dürfte von jenem pensionierten Gerichtsbediensteten belastet worden sein, der am Freitag verhaftet wurde. Sie wies die Vorwürfe am Sonntag entschieden zurück. Sie habe mehrere Fälle von Testamentsfälschungen im November 2009 selbst zur Anzeige gebracht und vermutete eine "Retourkutsche" des Mannes. Mit dem pensionierten Gerichtsbediensteten sind in der Causa bisher vier Verdächtige festgenommen, drei davon sitzen in Untersuchungshaft.











