Präsident dafür: Ex-Anwalt muss hinter Gitter
Der Mann hatte Klientengelder veruntreut. Der Anwaltskammer-Präsident fordert nun eine hart Strafe.

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Jener ehemalige Kärntner Rechtsanwalt, der Klientengelder in Höhe von mindestens 90.000 Euro veruntreut haben soll, steht kommende Woche vor Gericht. Insgesamt geht es laut Anklage aber mittlerweile sogar um einen Betrag von mehr als 356.000 Euro, den er sich angeeignet haben soll, um sich zu bereichern.
Ein großer Teil davon sind, so Gernot Murko, Präsident der Rechtsanwaltskammer Kärnten, Kredite, die ihm Bekannte zur Tilgung der Verbindlichkeiten gegeben haben und die sie jetzt wieder zurückfordern.
Ob der 52-jährige Ex-Anwalt einen Anwalt für seine Verteidigung engagiert hat, kann Murko nicht sagen. Der Präsident der Rechtsanwaltskammer wird es sich aber auf jeden Fall nicht nehmen lassen, bei dem Prozess persönlich anwesend zu sein. "Und ich werde für eine unbedingte Freiheitsstrafe plädieren. Das hat er verdient. Er hat uns alle durch sein Handeln in Verruf gebracht", sagt Murko. Die Unregelmäßigkeiten wurden von der Anwaltskammer im Zuge einer Kanzleiüberwachung entdeckt. Bei den Prüfern handelte es sich um pensionierte Anwälte. Sie sind in die Kanzlei des Verdächtigen gegangen und haben die Treuhandschaften kontrolliert. Laut diesen Kontrolleuren soll der Mann Treuhandgeschäfte abgewickelt haben, die auf den Treuhandlisten nicht aufschienen.
Schon im Oktober 2009 hat die Rechtsanwaltskammer hier Nägel mit Köpfen gemacht: "Er wurde gestrichen", sagt Präsident Murko.










