Das "Superunkraut" ist im Anmarsch
Der Schutz gentechnisch veränderter Baumwolle und Soja vor Unkraut erfordert immer höhere Dosen Spritzmittel. Die fatale Folge: Das "Superunkraut" Amaranthus Palmeri ist bereits gegen bestimmte Pestizide resistent.

Foto © Liaurinko - Fotolia.comDer Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist umstritten
Die Umweltschutzorganisation Global 2000 kritisiert erneut die Aussaat von gentechnisch veränderter Baumwolle und Soja durch den Gentech-Konzern Monsanto in den USA. "Es werden immer mehr und stärkere Pestizide eingesetzt, um die Gentechpflanzen gegen mittlerweile resistent gewordene Unkräuter zu schützen", sagte Umweltschützer Jens Karg.
"Superunkraut" Amaranthus Palmeri
Besonders schädlich sei das "Superunkraut" Amaranthus Palmeri, das gegen das Monsanto-Spritzmittel Roundup - das "Flaggschiff" der Produktpalette - resistent sei und sich schnell ausbreite. Es produziere mehr als doppelt so viele Samen wie andere Unkräuter und verursache erhebliche Ernteschäden. "Noch vor wenigen Jahren konnte Amaranthus Palmeri mit nur einer Spritzung bekämpft werden. Heute müssen die Äcker sechs bis acht Giftduschen ausgesetzt werden", berichtete Karg.
Einsatz von "Agent Orange"
Im Gegensatz zu den Versprechungen der Gentechindustrie sei seit dem Anbau von Gentech-Pflanzen in den USA der Pestizideinsatz um 145.000 Tonnen gestiegen. Es würden sogar die Uralt-Gifte Paraquat und 2,4 D wieder eingesetzt, ein Stoff, der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet worden sei.
In einem Bericht des US-Wissenschaftsjournal "Proceedings of the National Academy of Science" (PNAS) habe ein Monsanto-Mitarbeiter die Resistenz des Unkrauts Amaranthus Palmeri beschrieben. Den Bauern hingegen würde "weiterhin das Märchen von den mit Gentechnik erzeugten Wunderpflanzen erzählt". Österreich müsse seinen Gentech-kritischen Kurs halten, forderten die Umweltschützer.













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