Polizei wünscht sich mehr "offene Augen"
Nur wenn Bürger Beobachtungen melden, seien mehr Polizeierfolge möglich. Zivilisten geehrt.

Foto © Polizei
Zwölf Zivilisten wurden gestern von der Exekutive geehrt, weil sie im vergangenen Jahr durch besonders couragiertes Verhalten Unfallopfern das Leben gerettet oder zur Ergreifung von Einbrechern beigetragen haben. Im blauen Saal des Landespolizeikommandos wurde die Leistung der zwölf Steirerinnen und Steirer gewürdigt. Landespolizeikommandant Peter Klöbl nahm davon Abstand, sie als Helden zu bezeichnen: "Wir brauchen keine Helden, sondern Bürger mit Courage, die ihre Augen offen halten und Auffälliges melden." Niemand habe etwas davon, wenn Zivilisten eingreifen und selbst in Gefahr geraten.
"Wir sind an Informationen interessiert, um Verbrechen aufzuklären. Hinweise zu verifizieren und letztendlich einzuschreiten, das ist Aufgabe der Polizei", so Klöbl.
Noch intensivere Zusammenarbeit von Polizei und Bürgern - im Fachjargon "Community Policing" - wünscht sich Innenministerin Maria Fekter. Der Vorstoß wird von der steirischen Polizei begrüßt, es wird aber bemängelt, dass "es keine generelle Linie gibt".
Denn es gebe auch jetzt einige solcher Initiativen in der Steiermark, in deren Rahmen über Verbesserungsmöglichkeiten in der Polizeiarbeit und der Bürgerbeteiligung diskutiert wird. "Das sind aber viele Splitter auf der Landkarte, die Breite im Angebot fehlt", sagt der Landespolizeikommandant. Viele der Initiativen bewegen sich auf Bezirksebene, Nähe zum Bürger könne aber nur auf Gemeindeebene vermittelt werden.











