"Schwachsinniger Spot": Darabos kündigt Konsequenzen an
Der umstrittene Werbespot des Bundesheeres wird Folgen haben, so Verteidigungsminister Norbert Darabos. Für ihn ist der Spot "frauenfeindlich, schwachsinnig und sexistisch".

Foto © Bundesheer"Eine Spritztour gefällig?" - der umstrittene Spot schlägt hohe Wellen
Er ist mittlerweile Kult auf YouTube und sorgt seit seiner Veröffentlichung nicht nur für viel Gelächter, sondern auch für jede Menge Ärger. Allerdings nicht nur bei den Kritikern, sondern offenbar bald auch beim Heer selbst, denn Verteidigungsminister Norbert Darabos kündigte in der ZIB am Freitag Konsquenzen an: "Ich hab diesen Film als frauenfeindlich, schwachsinnig und sexistisch eingestuft. Das ist für das Image des Bundesheeres abträglich und ich werde auch hier Konsequenzen setzen". Welche Konsequenzen das allerdings sein werden, lies Darabos noch offen.
Häme kommt indes auch vom Koalitionspartner: Maria Rauch-Kallat, ehemalige ÖVP-Frauenministerin, empfiehlt Darabos Nachhilfeunterricht bei seiner Parteikollegin Frauenministerin Heinisch-Hosek zu nehmen. Diese solle ihm klar machen, "welcher unglaubliche Schwachsinn hier produziert wurde".
Ukrainisches Vorbild
Der Spot sollte Werbung für das Bundesheer im Rahmen der Aktion "Heer 4 You" machen. Das Filmchen ist freilich ein Remake. Die ukrainische Armee hat den selben Spot freilich mit anderen "Schauspielern" geschalten. In Österreich setzte man auf Laien-Darsteller. "Na Mädels, Lust auf ne Spritztour", fragt da ein im Panzer anbrausender Jüngling eine Gruppe Mädchen, die daraufhin den glatzköpfigen Macho im Sportwagen stehen lässt und dem Militärfahrzeug hinterherrast ("Vergiss es, ich will mit große Dinger fahren").














