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Zuletzt aktualisiert: 28.01.2010 um 13:50 UhrKommentare

Mit Frau Holle kam das große Chaos

Nach der klirrenden Kälte kamen der Schnee und der Wind: Von Vorarlberg bis Niederösterreich und Wien sorgten Schneefälle und stürmischer Wind am Donnerstag für winterliche Bedingungen.

Tiefwinterliche Verhältnisse zogen Probleme im Straßenverkehr nach sich

Foto © APTiefwinterliche Verhältnisse zogen Probleme im Straßenverkehr nach sich

In weiten Teilen Österreichs haben Schneefall und Sturm am Donnerstagvormittag für prekäre Bedingungen auf den Straßen gesorgt. Teilweise erreichten Windböen bis zu 80 Stundenkilometern und brachten erhebliche Schneeverfrachtungen mit sich. Auf den Bergen stieg nicht zuletzt deshalb die Lawinengefahr an. Wetterbegünstigt war nur der Süden des Landes. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erwartet in den kommenden Tagen weiter winterliche Verhältnisse.

Wien hadert mit dem Schnee

In Wien kam es zum obligaten Verkehrschaos. Bis 9.30 Uhr standen laut ÖAMTC in zahlreichen Teilen der Bundeshauptstadt die Räder still, dann normalisierte sich das Verkehrsaufkommen. Neuralgische Punkte waren laut ÖAMTC die Auffahrt auf die Nordbrücke von der Prager Straße, die Südosttangente (A23) beim Knoten Kaisermühlen sowie zwischen der Hansson-Kurve und dem Prater sowie die Donauuferautobahn (A22) bei der Auffahrt auf die Nordbrücke. Am Alsergrund sorgten die Arbeiten nach dem Wasserrohrbruch in der Währinger Straße vom Mittwoch zusätzlich für Ärger. Die Währinger Straße war nach wie vor stadteinwärts gesperrt, gegen Mittag war die Straße laut ÖAMTC wieder frei befahrbar.

Neuschnee gab es in allen Vierteln Niederösterreichs. Spitzenreiter waren das Wein- und Waldviertel. Lkw-Kettenpflicht gab es am Donnerstag auf 16 höher gelegenen Straßen. Der herrschende Wind führte auf den Straßen abschnittsweise zu Schneeverwehungen. Die Temperaturen bewegten sich laut dem Landespressedienst zwischen minus elf und minus drei Grad Celsius. Dem Lawinenwarndienst zufolge galt in den östlichen Bergen - Rax - Schneeberggebiet - Lawinenwarnstufe zwei. Im Westen Niederösterreichs werde im Lauf des Tages auf Stufe drei erhöht.

Mit Sommerreifen unterwegs

Vier Verletzte forderte am Mittwochabend ein Unfall mit Sommerreifen auf der schneeglatten Fahrbahn in Grünbach bei Freistadt in Oberösterreich. Der Lenker war zu schnell und ohne Führerschein unterwegs. Auf den meisten Straßen im Bundesland herrschten tief winterliche Fahrverhältnisse und auf den Autobahnen "teils chaotische Zustände". Vor allem auf der Westautobahn (A1) zwischen Sattledt und Haid ereigneten sich laufend Blechschaden-Unfälle. Auch auf der Innkreis-Autobahn (A8) im Raum Ried sowie zwischen Meggenhofen und Pichl kam es wegen hängengebliebener Lkw und kleinerer Kollisionen zu umfangreichen Staus, ebenso auf der Welser Autobahn (A25).


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